BMW740d_3
Allradantrieb für große Limousinen!
 

Testbericht: BMW 7er

Betrachtet den Schnee-Überfall als wertvollen Diskussionsbeitrag!

28.01.2011 Autorevue Magazin

Bedarfsgerechte Verteilung ist ein Ausdruck aus der Politik, wo es aber immer um Geld geht. BMW verwendet im Zusammenhang mit dem intelligenten Allradantrieb auch diese Kombination, bezieht sich dort allerdings auf das Drehmoment.

xDrive, das BMW-Allradsystem, das die Antriebskraft über ein Verteilergetriebe mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung an die Achsen leitet, deren Räder gerade den besten Fahrbahnkontakt haben, wurde eigentlich für die SUV-artigen Modelle der X-Reihen entwickelt. Im Lichte der Erkenntnis, dass es zwar zu viel Hubraum, nie aber ­zuviel Traktion geben kann (außer beim gewollten Driften), lässt man xDrive jetzt auch in die anderen Baureihen einsickern, wo er als Option zu haben ist.

Den 750i in Kurz und Lang gibt es bereits traktionsoptimiert, nun ist der 740d dran. Der Aufpreis für mehr bedarfsgerechte Verteilung ist kein geringer, 6200 Euro muss einem das Plus an Gerechtigkeit wert sein.
Und dann, oder besser vorher, sollte man sich auch noch die Argumente zurechtlegen, wofür man Allrad überhaupt braucht. Ist ja nicht ganz einfach, aber: Zunächst einmal ist es sinnvoll, alle Räder angetrieben zu haben, eigentlich könnte man sich fragen, warum es überhaupt was anderes gibt.

Dann unterstützt der Allradantrieb die Fahrdynamiksysteme (mit denen er sowieso zusammenhängt) insofern, als deren Eingriffe später passieren können, also zum Beispiel höhere Kurvengeschwindigkeiten möglich sind.
Und nicht zuletzt quält uns ja jetzt wieder der Winter. Da uns die globale Erwärmung auch heuer offenbar im Stich lässt und man sogar in den Städten im Schnee versinkt, erweitern sich mit Allrad ganz einfach Aktionsradius und
Sicherheit des Fortkommens. Sind die Straßen wieder frei, die Parkplätze aber noch nicht, ist man ebenfalls im Vorteil.

Der Reihensechszylinder, der schon vor einem Jahr den V8 ersetzt hat, ist integrativer Bestandteil von BMWs Downsizing-Strategie im Rahmen des großen Sparprogramms Efficient Dynamics. Über den angegebenen Durchschnittsverbrauch von sieben Litern lassen wir uns jetzt lieber nicht aus, doch dass dieser Motor wirklich ausreichend kraftvoll für den Brocken Auto ist, steht fest. Er lässt es uns allerdings auch nicht überhören, und tatsächlich klingt er sogar im Leerlauf reichlich bröselig. Man wird auf diesem Gebiet in kommenden Entwicklungsschritten die Mitbewerber sicher wieder einholen.

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