BMW 650i xDrive Xaver Hiebner
Erstmals gibt es im 6er Allradantrieb.
 

Testbericht: BMW 650i

Ein Sechser für den harten Winter. Sollen andere hart sein.

06.01.2012 Autorevue Magazin

Um die meistgestellte Frage aller um das Auto geschlichenen Passanten zu beantworten: Unser Testwagen ­kostet inklusive Extras 155.691 Euro, das ist mehr als der Basispreis ­eines Aston Martin V8 Vantage. Dafür bekommt man bei BMW nicht nur zwei Sitzplätze mehr und eine bessere Beschleunigung von 0 auf 100, sondern auch das entscheidende Feature, um in stürmischen Winternächten ganz entspannt Zürs oder Lech zu erreichen: Erstmals gibt es im 6er Allradantrieb, und dieser ist im 650i bei jeglicher Wetterlage hilfreich, wenn die Nennleistung des aufgeladenen Achtzylinders abgerufen wird. Der beruhigende Sound dieser souveränen Maschine ist die ­ideale akustische ­Ergänzung zum Surround-Sound-System von Bang und Olufsen.

BMW 650i xDrive Xaver Hiebner

Der umfassende Einsatz aller Assistenzsysteme führt den 650i hart an die Grenze zum autonomen Fahren. Man setzt den ­Abstandstempomat auf eine angenehme Geschwindigkeit, verzichtet auf die Paddles und lässt die Achtgangautomatik schalten und walten, gibt per Spracheingabe ein Navi-Ziel vor, das Night-Vision-System erkennt Fußgänger und Tiere neben der Straße, im Head-Up-Display wird neben der Geschwindigkeit und ­Navigationshinweisen das aktuelle Speed-Limit angezeigt, und der Fernlichtassistent erledigt das Abblenden bei Gegenverkehr.

Beim Abstandstempomat hat BMW mit einem genialen ­Feature das System von Mercedes ergonomisch ausgebremst. Das Auto bremst autonom bis zum Stillstand, zum Wiederanfahren reicht ein Fingerschnipp am Lenkrad, anstatt das Gaspedal antippen zu müssen. Das erlaubt einem, in der Rush-Hour durch die Stadt zu stauen, ohne den rechten Fuß bewegen zu müssen. Funktioniert bis 180, wer schneller fahren will, muss selber Gas geben.

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