BMW 5er stat VoRe
Der erste Reihensechszylinder mit Doppelturbo, hier verpackt im neuen 5er.
 

Testbericht: BMW 535i

Es gäbe auch schwächere Fünfer, aber mal ehrlich: Wer will die?

09.12.2010 Online Redaktion

Die Macht ist mit uns hier oben. Immer auf ­Anschlag, keine Kompromisse. BMW. 5er. Nicht den 550i, der passt nicht in die Zeit.

Also den charmanteren BMW 535i.

Sport­liche Eleganz ohne proletenhaften Auftritt trotz coolem Sound, dazu die ­Aufpreisliste penetrieren, bis auch die letzte ­Dividendenausschüttung weg ist. Der 535i hat deswegen mehr Stil, weil er ja eine Weltpremiere ist: erster Reihensechszylinder mit Twin­power-Turbo. In Kombination mit der Achtstufen-Auto­matik un­schlagbar und in dieser Preis- und Fahrzeug-klasse unver­zichtbar. Weil die Schaltvorgänge, obwohl es sich bei der ­Step­tronic nicht um ein Doppelkupplungsgetriebe ­handelt, ­jenseits der Wahrnehmung vonstatten gehen.

Wenn ­einen der Hafer sticht, einfach die Schaltpaddles verwenden (Aufpreis).

Das wird selten vorkommen. Hüllt einen doch das hoch­wertige und zweckorientierte Interieur in Verbindung mit den 306 PS in einen Mantel der Gelassenheit. Ich könnte, wenn ich wollte, aber ich habe es nicht mehr nötig zu müssen. Catsuite für die Business-Avantgarde. Dabei vergisst man gerne, dass die aktuelle, sechste Generation des 5er auch nicht MEHR sein will als obere Mittelklasse.

Ist sie aber bald: Kamerasystem mit Vogelperspektive zum Einparken? Da muss der 7er ja schon fast Angst um seine ­Vormachtstellung haben. Dazu radarunterstützter Tempomat und Head-up-Display. Das klingt alles nach Kampfpilot, tut aber genau das Gegenteil mit dir. Es entspannt. Weil: So wenig selber musste man noch nie fahren, wenn man nicht wollte.

Das kostet freilich Geld. Aus dem Einstiegspreis von 56.900 Euro machen Technikaufmarsch und Luxuswahn 89.068 Euro. Anders ausgedrückt: Extras im Gegenwert eines BMW 3er.

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