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Der 530d xDrive GT soll klassische BMW-Tugenden mit denen eines Langstreckengleiters vereinen.
 

Testbericht: BMW 530d xDrive Gran Turismo

Natürlich darf man über Schönheit streiten.

28.10.2013 Autorevue Magazin

Bringen wir’s am Punkt: Schönheitspreis wird der 5er GT keinen gewinnen. Zu hoch die Dachlinie, zu eigenwillig der Heckabgang. Das gilt für Menschen, die oberflächlich nur nach dem Äußeren gehen. Wem der 5er GT nicht gefällt, sollte einfach mal die hinteren Türen öffnen und staunen. Hinten gibt’s Fußraum ohne Ende, dazu vielfach verstellbare Sitze.

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Der 530d GT: ein Chauffeursauto im exaltierten Outfit

Die Fahrwerksabstimmung enspricht gar nicht so recht dem, was man von einem BMW bislang gewohnt war: Tendenziell komfortabel, ohne an Schärfe in der Lenkung zu verlieren, selbst Seitenneigung ist ihm nicht fremd, was am hohen Aufbau liegt – der subjektive Eindruck wird natürlich durch die relativ hohe Sitzposition verstärkt.

Daher ist der Dreiliterdiesel die einzig gültige Paarung für das auf Autobahnetappen zugeschneiderte Gehäuse. Hier gibt’s wieder klassische (und auch vom Aussterben bedrohte) BMW-Tugenden: Die seidige Laufkultur eines Reihensechszylinders etwa, samt diskret-kerniger Klanguntermalung, feines Ansprechverhalten, kräftigen Durchzug. Klar hat der Motor mit rund 2,1 Tonnen ordentlich zu tun, 560 Nm relativieren das jedoch. Der Verbrauch? Knapp über sieben Liter bei hohem Autobahnanteil. Wer sparen will, kann das etwa mit dem Verzicht des (sonst untadeligen) Allradantriebs tun. Was dann auch das Börsel mit rund drei Tausendern weniger schont.

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  • leopold gumposch

    Viele Feststellungen, die Redakteur Jordan trifft, decken sich mit eigenen Erfahrungen nach über 90.000 GT-Kilometern: ein gelassenes, großzügiges Fahrzeug, dessen Souveränität nach und nach überzeugt. Irrig ist die gedankliche Engführung auf der Diesel-Einbahn. Gerade in Kombination mit den Benzinmotoren spielt das wuchtige Schiff seine Qualitäten aus: Komfort, Laufruhe, unaufdringliche Akustik, insgesamt ein Grundrauschen der gehobenen Liga. Verschattet ist diese Charakteristik nur durch das kleine Turboloch beim Sechszylinder. Das nimmt in Kauf, wer russigem Mainstream und den Ideologien ehrgeiziger Kompaktklasse-Aufsteiger nicht viel abgewinnen kann.
    Beste Grüße!

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