BMW 507 von Elvis Presley
Der BMW 507, Baujahr 1957, soll (wenn er restauriert ist) mind. 1,5 Mio. Euro Wert sein.
 

BMW 507 von Elvis Presley aufgetaucht

Bis zum 100. Geburtstag muss BMW noch einiges erledigen. Beispielsweise einen BMW 507 restaurieren. Sein ehemaliger Besitzer? Elvis „The King“ Presley.

24.07.2014 Press Inform

Die Einschätzung von Dr. Karlheinz Lange, seines Zeichen 507-Experte, ist ernüchternd: „Einen BMW 507 in einem schlechteren Zustand habe ich noch nie gesehen“, so der ehemalige verantwortliche in der Motorenentwicklung bei BMW, „es ist fast nur noch die Hülle eines 507. Und dabei sind bis auf zwei oder drei der Fahrzeuge noch alle erhalten.“

Wo der BMW 507 bewundert werden kann

Wer den rot lackierten Edelroadster von 1957 in diesen Tagen im BMW Museum um Münchner Petuelring bewundern kann, sieht sich einer echten Rarität gegenüber. Der rote BMW 507 war zuerst in Händen von BMW, wurde 1957 von Hans Stuck bei Bergrennen eingesetzt und ging dann als zurückgerüstetes Privatmodell an einen Autohändler in Frankfurt._BMW-507-von-Elvis-Presley-(6)

Und dann kam Elvis Presley

1958 wurde hier das Management vom in Wiesbaden stationierten Elvis Presley auf das weiße Luxusmobil aufmerksam und fortan hatte „The Pelvis“ sein neues Lieblingsauto. Die weiße Lackierung hatte im starerprobten Alltag so ihre Tücken, denn regelmäßig hinterließen weibliche Fans Kussmünder und mit Lippenstift geschriebene Telefonnummern auf dem Fahrzeug. Elvis, scheinbar seinerzeit nicht im Besitz einer schützenden Garage, nervten die amourösen Liebesbekenntnisse auf dem 150 PS starken Roadster und er ließ ihn in knackigem rot umlackieren. Wie der Elvis-507 schließlich in die USA kam, weiß heute niemand mehr. 1978 wurde er schließlich von einem Autosammler erworben.

Der BMW 507 wird zum Flop

So schön und begehrenswert der BMW 507 in Sammlerhänden heute auch ist. Wirtschaftlich war das Nachkriegsmodell mit gerade einmal 254 produzierten Einheiten ein gigantischer Flop. Auf dem Heimatmarkt Deutschland sah BMW in den 50er Jahren keine Chance, das Nobelmobil im Wettbewerbsumfeld von Mercedes 300 SL oder Jaguar XK 150 zu platzieren. Und auch die großen Erwartungen an einen erfolgreichen Absatz in den USA wurden jäher denn je zerstört._BMW-507-von-Elvis-Presley-(5)

Die Probleme bei der Serie

Max Hoffmann, in den 50er Jahren einziger Importeur von teuren Sportwagen von Deutschland in die USA, hatte bei Anblick der ersten 507-Studien mit dem Kopf geschüttelt und keine Chancen auf einen amerikanischen Markterfolg gesehen. Das finale Fahrzeug wurde Mitte der 50er Jahre vom jungen Designer Albrecht Graf Görtz in New York unter den Augen von Verkaufshoffnung Max Hoffmann entwickelt und später in München fertiggestellt. Erst mit großen Verzögerungen wurden die ersten Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert. Da waren die meisten der Interessenten bereits abgesprungen. „Letztlich nahm Max Hoffmann gerade einmal 15 Fahrzeuge ab und brachte sie in die USA“, erinnert sich 507-Kenner Dr. Karlheinz Lange._BMW-507-von-Elvis-Presley-(10)

Viel Arbeit für die Klassikabteilung

60 Jahre später ist der von Albrecht Graf Görtz gezeichnete Museums-Zweisitzer nur noch ein Schatten seiner selbst. Die blassrote Lackierung ist kaum mehr als eine solche zu erkennen; das Dach ist zerstört. Die Innenausstattung wurde anderen Fahrzeugen entliehen und die Instrumente haben mit den bayrischen Runduhren aus den 50ern ebenfalls nichts mehr gemein. Viel Arbeit für die Klassikabteilung im Hause BMW, die das Fahrzeug mit musikalischer Teilzeit-Geschichte jetzt komplett neu aufbaut._BMW-507-von-Elvis-Presley-(14)

Restauriert hat der 507 einen gigantischen Wert

Zwei Jahre soll die Restauration des BMW 507 von Elvis Presley dauern. Dann wird er 2016 zum 100jährigen Firmenjubiläum in neuem Glanz erstrahlen und wie die anderen 253 gebauten BMW 507 einen gigantischen Wert haben – wohl mindestens 1,5 Millionen Euro. „So ein Projekt realisieren zu können ist der Traum eines jeden Fahrzeugrestaurateurs. Alleine dass der BMW 507 des King of Rock ’n‘ Roll den Weg in das BMW Museum findet, ist schon bemerkenswert. Diesen Oldtimer dann auch noch bei uns restaurieren zu können, ist eine ganz besondere Aufgabe für uns“, sagt Ulrich Knieps, Leiter der BMW Group Classic.

Besten Dank an die Stefan Grundhoff von press-inform.com

  • Michael Lücke

    Gerade als „schlechtest erhaltener 507“ sollte das Auto bei DER Geschichte nicht restauriert werden. Der monetäre Wert ist nicht alles…

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