BMW-320-Cabrio_7-AR
 

Testbericht: BMW 3er 2010

Von der lustbetonten Fülle von 184 PS und der Überzeugungsarbeit, die selbige für ein dieselbetriebenes Cabrio leisten.

26.07.2010 Autorevue Magazin

Anders als bei der Limousine, wo es den 320d als leistungsbeschnittene 163-PS-Verbrauchssparvariante gibt, wird dem Cabrio trotz Spargedanken nichts von der lustbetonten Fülle weggekürzt: Hier stehen volle 184 PS zu Gebote (ein Hauch mehr Leistung als beim Vorgängermodell), die sich nicht schwerer als mit 5,1 Liter/100 km aufs Gewissen schlagen sollen (verspricht der Prospekt). Tatsächlich sind in unserem Fall 6,6 Liter im Schnitt herausgekommen, das entspricht dem üblichen Aufschlag, den man dem Laborwert hinzurechnen muss.

Mit 380 Nm Drehmoment federt das 320d Cabrio sehr BMW-like von der Kupplung weg. Und erlischt Efficient-Dynamics-mäßig an der Ampel. Die Ruhe im Stehen ist als neuer ­Befindlichkeitsstatus in Ordnung. Wenn der Motor allerdings wieder zum Leben erwacht, geht ein heftiges Schütteln durchs Gebälk, das doppelt auffällig ist nach dem Schweigen.
Das wegfaltbare Dach ist seit der letzten Generation beim Dreier aus hartem Blech, und es macht aus dem 320d auch ­akustisch zwei Autos. Offen lässt es den Selbstzünderklang ­trocken an deinen Ohren reiben, der mit zunehmender ­Geschwindigkeit allerdings verfliegt. Geschlossen kriegt man von alldem wenig mit. Um ungehindert zwischen diesen beiden Zuständen hin- und herwechseln zu können, muss man sich freilich Sorgfalt beim Umgang mit dem Kofferraum angewöhnen. Ist die Schutzhaube im Kofferraum nicht brav geschlossen, kann man das Dach nicht wegklappen (wer jetzt „ja eh“ denkt, würde sich wundern, wie oft man das im Alltag doch vergisst).

Von der Scheinwerfer-Neugestaltung, an der man die fein überarbeitete Dreier-Generation erkennen kann, merkt man nur etwas, wenn einem ein anderes neues Cabrio entgegenkommt. Da kann man sich dann selber in die Augen schauen.

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