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Testbericht: BMW 320d xDrive Luxury Line

Geht immer, reicht immer, vom Heizmeister bis zum Außendienstler werden alle glücklich.

12.09.2013 Online Redaktion

Das Luxury-Paket lässt den Dreier ein wenig gespalten dastehen. Holzleisten mit Intarsien liegen neben ehrlich-rustikalem Plastik. Weiches Leder in feinen Kolorationen trifft auf ein straffes Fahrwerk. Aber natürlich ist auch dieser Dreier ein echter BMW, also knackig, fokussiert, slim-fit. Und wer ihn als Luxury bestellt, ­bekommt ein Materialpackage, das an einen Bentley erinnern soll, aus dem Dreier aber keinen solchen macht. Die Kombina­tion aus zwei, wiewohl liebevoll konstruierten Charakteren wirkt unschlüssig. Einerseits.

Andererseits tut es der Seele bisweilen ganz gut, Entspannung zu finden vom ewigen Antreiben und Aufkratzen. Das Luxus-Paket ermöglicht Ablenkung von der ständigen Präsenz dieses Autos, das wie ein gespannter Bogen auf die Straße zielt. Man kann sich einfach mal in die weichen Sitze schmiegen, irgendwo auf der Autobahn, in der Nacht, bei Regen. Eine Scheibe klassische Musik in den CD-Player schieben. Den Feuersalamander gegen den Kuschelbär tauschen.

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Der Motor kann beides.

2-Liter-Twinscroll-Turbodiesel, 380 Nm, 184 PS (135 kW), Achtgang-Automatik. Geht immer, reicht immer, vom Heizmeister bis zum Außendienstler werden alle glücklich. Noch mehr Gift im Antritt wäre für manchen vielleicht allzu aufregend, Fein­abstufungen gibt’s allemal über den Fahrerlebnisschalter. Den Allradantrieb wird man erst merken, wenn man im Winter ­erstmals nicht stecken bleibt. Auch beim Verbrauch trägt die Allwetter-Technik kaum auf.

Dank der Automatik bekommt man nicht alle Vibrationen des Motors in die rechte Hand gemorst, was zur Luxury Line passt. Dass der Vierzylinder nach wie vor nicht mit seinen ­akustischen Reizen geizt, passt wiederum zu BMW. Wer die ­absolute Daunenhaftigkeit sucht, sollte woanders kaufen.

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