BMW 320d Exterieur Dynamisch Seite
Schneidet fein durch die Stadt.
 

Testbericht: BMW 320d

Sparen am richtigen Ende.

28.01.2011 Autorevue Magazin

Es gibt feinmotorische Grifftechniken, durch die man sich in einer stückzahlmäßig eher breitenwirksam ­orientierten Modellfamilie als Connaisseur erweist. Wenn man sich aus allen möglichen Dreier-Modellen etwa nicht die Schwiegermutter-kompatible Limousine, den raumrationalen Kombi oder das eitle Hartdach-Cabrio aussucht, sondern ein klassisches zweitüriges festverlötetes Coupé, das als unverbrüchlicher Vertreter selbstbewusster Sportneigung gilt. Das ist ein Statement ohne Wenn und Aber.

Das viersitzige Dreier-Coupé hat eine Nuance Eleganz-Vorsprung gegenüber der Limousine, schnittbedingt und nun linienmäßig erneuert. Dem Alltag begegnet es jedoch gebührlich, macht die zurückgenommene Stellung der hinteren Sitze durch ein sinnvolles Schauspiel mit elektrisch heransurrenden Gurtreichern wett, verfügt über einen Kofferraum von 440 Liter Volumen, der sich durch Umklappen der Rücksitzlehnen in der Länge strecken lässt, und bietet nun auch (obwohl verhältnismäßig Benzin-dominiert) vernünftige Dieselmotoren, wiewohl man erst bei 184 PS einsetzt und sich mit keinen geringeren Angeboten als dem 320d aufhält.

Weil BMW serienmäßig die üblichen Sparmaßnahmen auch dem Coupé verordnet (nicht so rigoros allerdings wie der Efficient­Dynamics Edition der Limousine, wo auf diese Art 4,1 Liter im Schnitt fürs Datenblatt errechnet wurden), rächt sich die üppige Leistung dank Start-Stopp-Automatik & Co. verbrauchsmäßig nicht. Alltags­erprobte 5,9 Liter auf 100 km sind hoch verträglich, wenn man ihnen die Freude von 380 Nm Drehmoment, die sportlich von der Kupplung federn, gegenrechnet.

Will man das 320d Coupé nicht nackt, sondern mit mindestens Klima und besserem CD/Radio (= Ö-Paket), kostet es 42.370 Euro. Das ist stolz. Und Teil des Statements.

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