Logo Autorevue Leserblog
Helmut Huemers Beitrag – die Premiere des Autorevue Leserblogs
 

Betrachtungen eines Autodidakten

Helmut Huemer über sein Leben als Autodidakt

17.11.2010 User

Ich hatte schon immer ein Hertz für Autos. Obwohl ich in einer Lanciaft aufgewachsen bin, in der es weit und breit ka Auto gab, nur Kia.

Als Kindergarten-Abbrecher und Volksschule im zweiten Bildungsweg waren mir so schöne Märchen wie „Radkäppchen und der Golf“ und „Schneekettchen und die sieben Berge“ verwehrt. Als Gasthörer der Hauptschule konnte ich erst, so pneu à pneu, nach langer Zeit mit schwerer Kost wie „My Fair Lada“ oder „König Motorcars Glück und Ende“ etwas anfangen.

So kam ich auch erst spät mit Autozeitschriften in Berührung. Ein Freund war leidenschaftlicher Sammler. Zuerst wollte er mich mit Powerslide versorgen. Doch damit konnte ich nicht so richtig etwas anfangen. Allein die Tonalität ließ mich schaudern. „Bauersleid“! Wie das klingt! Davon hatte ich nun wirklich genug gesehen. So gab er mir die erste Autorevue. Durch das Studium von hondaten Beiträgen lernte ich, dass Williams nicht nur ein Schnaps ist, dass es zwischen Anabolica und Parabolica einen Unterschied gibt, und dass Prost jahrelang Alainunterhalter der Formel 1 war.

Ich erfuhr auch, dass Stallgefährten nicht immer Ochs und Kuh sind. Dass Clio kein Reinigungsmittel, Mondeo und Twingo keine Schokoriegel sind, und Cayenne nicht nur ein scharfes Gewürz ist.

Neuerdings weiß ich sogar, dass Nicco und Pacco keine debilen Teilnehmer an Deutschland sucht das Supertalent sind, sondern vertrottelte Autonamen. Deren es ja eine Überzahl gibt. Im Übrigen habe ich auch die Nase gestrichen volvon den saufaden Karosserien. Da ist endgültig der Cadillac ab. Wie es auscee’d, wird sich daran nicht mehr viel ändern. Bei dem saumäßigen Geschmack der Leute. Aber thesis eine andere Geschichte.

Mit Wissen vollgestopft, wollte ich In der Welt des Autos ein ganz großes Calibra werden. Ich dachte, das passat zu mir. Essollte jedoch nicht sein. Als ich merkte, dass mir nach Jahren des Schweiß treibenden Tüftelns ein anderer das Patent auf die Reserveradkappe geklaut hatte, hatte ich endgültig die Nase voll und blieb wieder meinem Beruf als Bauer treu. Daran habe ich noch heute jede Mengespace. Ja, ich genieße dieses Leben sogar. Vor allem, wenn ich mit meiner Frau mit dem Traktor (tacuma nämlich überall hin) auf meinen umfangreichen Latifundien unterwegs bin.

Skodas war’s! Nun genug philosophiert.
Das Yaris zwar ist bald um. Für ein Procee’d ist es aber noch zu früh.
Dennoch weiterhin viel Erfolg.

Wohlgemerkt: Avensis nicht glauben: Das war eine Sauarbeit. Viano! Und nicht einmal im SUV geschrieben. Trotzdem hatte ich eine Mords Gaudi! Da sixt, wohin das fiat, wennst von der Autorevue inspiriert wirst. Grazie Miele.

Was ich mir noch wünschen tät: Vielleicht könnten Sie darauf einwirken, dass der Hungaroring endlich auf INTERLÀNGOS umgetauft wird!

Mehr zum Thema
  • So soll es sein. Vielleicht macht Schreiben ja noch viel mehr Spaß… eine Anregung für unseren Leserblog.

  • Uli

    Meine Hochachtung, da hat mir das Lesen wieder einmal wirklich Spaß gemacht!

  • Bulversteher

    Interlangos, hihi! :)

pixel