Bentley Continental GT Speed Coupe W12
Platz da. Wir kommen.
 

Vorstellung: Bentley Continental GT Speed

Eigentlich erstaunlich, was der B-Schein alles erlaubt

07.01.2013 Autorevue Magazin

Das Speed im Namen lässt sich erfrischend klar fest­machen: 330 km/h Höchst­geschwindigkeit. Dazu benötigt der ­stärkste aller je gebauten Serien-Bentleys 625 PSaus dem Doppelturbo-W12. Meistens kann man auf 500 der möglichen PS verzichten, was den Cruising-Charakter eines gehobenen (aber um 10 mm tiefergelegten) zwei­türigen Coupés unterstreicht. Doch mit sonorem Grollen und unerschütterlichem Vortrieb katapultieren sich die 2,4 Tonnen voran. Besonders rabiat dann, wenn das ZF-Achtgang-Quickshift-Getriebe in Sportfunktion operiert: Überholvorgänge werden zum Zeitsprung abstrahiert, als ­hätte jemand ein paar Film­kader entfernt. Auch bei regennasser Fahrbahn zeigten erste Fahreindrücke: Allrad kann durch nichts ersetzt ­werden. Neuer Torque-Split: 40 zu 60. Die Regelfunktionen der ESC-Kontrolle kamen nur bei direkter Provokation zum Einsatz.

Bentley Continental GT Speed Coupe W12

Bentley geht es gut, die Hauptmärkte USA und China boomen, heuer werden achttausend Fahrzeuge abgesetzt werden. Mit dem GT V8 (507 PS), dem W12 (575 PS) und jetzt dem Speed ist man in dieser Baureihe bestens aufgestellt. Damit man dem Speed sein Vermögen auch ansieht (freilich ohne ordinär zu werden), bekam er geriffelte Auspuff­endrohre, verchromte Hecklichträhmchen und einen ­ausfahrbaren Spoiler, der ab Tempo 150 für verstärkte Downforce sorgt. Sieht man in Österreich also nie.

Noch ein paar Nachrichten aus den Folterkammern in Crewe: Das Referenz-Triebwerk wurde im Test vier Mal hundert Stunden durch Vollgas gejagt, was 32.000 Kilo­metern in Vmax entspricht. Es wurde hundert Mal auf Vollgas gejagt – bei minus dreißig Grad Celsius. Da werden sogar Prüfstände nachdenklich.

Und hier das Video zum Bentley Continental GT Speed:

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