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Traumschiff? Luxusliner? Rennwagen?

Seit 2007 baut der britische Luxusautohersteller seinen Bentley Continental GT Speed, jetzt gibt’s das Modelljahr 2016. Die Stammkunden werden erfreut sein.

14.07.2015 Press Inform

Das neue Modelljahr des Bentley Continental GT Speed bekam keinen nennenswerten Leistungsschlag, sondern nur ein paar optische Details an Front und Heck. Wozu soll man sich in Crewe auch den Kopf über Leistung zerbrechen, bei 6 Liter Hubraum, 467 kW / 635 PS und gigantischen 820 Nm maximales Drehmoment? Allrad gibt’s auch noch obendrauf und mit diesen Daten werden Rolls-Royce Wraith oder Mercedes S 65 AMG Coupé knapp, aber doch abgehängt, die 632 bzw. 630 bieten.

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© Bild: Werk

Kontinuität beim Bentley Continental GT Speed

Seit einem Jahrzehnt hat sich das Coupé aus Crewe immer wieder leicht verbessert und ist bei den Kunden beliebter denn je; es ist mitgeschwommen mit technischen Innovationen und ist trotz seines Alters für die meisten nach wie vor das Maß der Dinge im Segment der Luxus Coupés. Das liegt neben dem ebenso kraftvollen wie zeitlosen Design insbesondere am Antrieb, denn der Continental hat sein imposantes Übergewicht von fast 2,4 Tonnen schon immer gekonnt durch seine spektakulären Motoren auszugleichen gewusst. Der Klang des Zwölfzylinders im GT Speed ist bullig, tief und hintergründig. Ein rollender Riese, den man vielleicht nicht immer wecken sollte; letztlich aber der Verlockung unterliegt, es doch zu tun. Im Sportmodus fährt der Koloss ungestüm, aber nicht unerzogen los und lässt die Konkurrenz verschwinden. Das komfortable Fahrwerk wird per Touchscreen gesteuert härter und der GT Speed wird zu einem Rennwagen – wenn auch einem übergewichtigem mit Platz für vier und keinerlei Komforteinbußen.

Volle Fahrt voraus

Beim Topmodell Bentley Continental GT Speed ist der Name Programm. Optisch setzt sich der stärkste Continental nicht wirklich von den schwächeren Modellen ab. Anders bei den Leistungsdaten. Dank doppelt aufgeladenen Zwölfzylinder-Triebwerk mit sechs Litern Brennraum und mit Allradunterstützung geht’s aus dem Stand in 4,2 Sekunden auf Tempo 100 – nochmal zur Erinnerung wir sprechen hier von einem 2,4-Tonnen-Auto. Seine Höchstgeschwindigkeit: 331 km/h. Dass mit einem Normverbrauch von leicht verbesserten 14,1 Litern SuperPlus fast eine eigene Schadstoffklasse für das britische Luxuscoupé gefunden werden muss, interessiert wohl keinen einzigen.

Das Bentley-Rezept

Die Leistungsentfaltung ist auch nach Jahren und der jüngsten Leistungsspritze spektakulärer denn je. Wenn die 21-Zöller mit der grobkörnigen Fahrbahnoberfläche verzahnt werden, dann gibt es kein Halten mehr – selbst bei nasser Fahrbahn. Wer ein paar Tage durch Großbritanniens Landschaften kreuzen will, dürfte neben einem Range Rover oder Rolls-Royce Wraight kaum ein perfekteres Fahrzeug finden, das seine Kunden unverändert mit allen nur erdenklichen Luxus verwöhnt. Weiches Leder wohin man schaut, Dämmglas, Aluminium- oder Holzelemente – der Kunden hat Dank Mulliner-Gene die Qual der Wahl, wie er sein Luxuscoupé ausstaffiert sehen möchte. Ärgerlich sind weder der 358 Liter große Laderaum, noch die zum Einschlafen langsame elektrische Heckklappe, sondern neben der allzu hohen Sitzposition allenfalls das unzeitgemäße Navigationssystem aus dem VW-Konzernregal von vorgestern und der nur 90 Liter große Tank. Schließlich muss der Einstiegspreis von etwa einer viertel Million Euro in der eigenen Firma erst einmal verdient werden. Und der Continental GT Speed ist schließlich nicht das einzige Auto im Haushalt. „Unsere Kunden haben im Durchschnitt sieben bis acht Autos“, weiß Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer.

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