Ford Evos Concept Exterieur Front Seite
Der Glasstreifen als Dach dürfte schnell als Design-Schmäh abgetan werden.
 

Babelfisch

Weltweit soll er verstanden werden der Ford Evos. Als Bote des Design.

06.09.2011 Online Redaktion

Er ist der Dolmetscher der Ford-Designer. Das Ford Evos Concept, das nächste Woche auf der IAA in Frankfurt zu sehen sein wird, dient Ford als Design-Botschafter. Er soll zeigen, was in Zukunft von Ford rein optisch zu erwarten ist. Und technisch. Denn quasi nebenbei ist der Evos ein rollendes Labor. Inklusive EKG.

Zuerst aber das Handfeste, davon gibt es ohnedies nicht so viel. Der Evos ist 1,36 Meter hoch, also eher flach, zumal er sich ganze 4,50 Meter in die Länge streckt. Dazu gibt es vier Flügeltüren, vier Sitze und reichlich Sexappeal, weswegen es sich der ein oder andere nicht verkneifen kann das Wort „Capri-Nachfolger“ in den Mund zu nehmen.

Das würde uns an dieser Stelle dann doch zu weit gehen. Denn beim Antrieb heißt es nur, er habe einen Plug-in-Hybrid mit Lithium-Ionen-Akku. In Summe (also Tank plus Akku) soll der Evos bis zu 800 Kilometer am Stück schaffen. Kein Kunststück, denn über Motorleistung, Tank- oder Akku-Kapazität sagt Ford nichts. Fest steht nur, dass es der gleiche Antrieb sein wird, der ab 2013 auch im C-Max Energi verbaut sein wird.

Der Trick ist aber auch nicht der Hybridantrieb, sondern die Elektronik dahinter, die Ford mit dem Begriff „Cloud“, also „Wolke“, zusammen fasst. In dieser Datenwolke speichert das Auto alle notwendigen Informationen zum Fahrer. Bevorzugte Radiosender, Fahrweise zur Optimierung des Antriebs, der Lenkung, die mediale Vernetzung (das Auto könnte die Nachrichtenanbieter übernehmen, die der Fahrer sonst zu Hause nutzt)… Soll heißen: Im Auto ist zum Beispiel der persönliche Kalender des Fahrers verfügbar, den er, so die Vorstellung von Ford, auf seinem Smartphone oder sonst wo gespeichert hat.

Clou der Vernetzung ist ein EKG-Sitz, der den Puls des Fahrers kontrolliert. „Für Menschen mit Herzerkrankungen“, tut Ford in seiner Presseerklärung kund. Der Evos nimmt die Daten in seine Cloud mit auf und weiß so über die physische Verfassung des Fahrers bescheid. Etwas ominös führt Ford dann noch aus, dass der Evos dadurch „das individuelle Fahrerlebnis entsprechend“ gestalten könne. Aha.

Beim Design sieht Ford die Kernkompetenz bei den schon angesprochenen Dimensionen. Die Höhe und die Länge wird mit einer Breite von 1,97 Meter kombiniert. Das verleiht der Studie eine sehr kraftvolle Optik. Die Frontscheibe ist stark gerundet und die Motorhaube weit nach vorne gezogen. Die Säule wurde zudem weit hinten angesetzt, was dafür sorgen soll, dass man sich beim Evos an einen klassischen GT-Sportwagen erinnert fühlt. Das soll dann aber doch jeder für sich entscheiden.

Dem Kühlergrill bleibt – ganz Ford – seine Trapezform erhalten, er wurde allerdings etwas höher positioniert. Die Scheinwerfer folgen dem Trend der Zeit und werden flacher.

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