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All diese Autos warten auf ihre Verschrottung – und niemand kann sie retten

In Großbritannien warten zahlreiche Autoklassiker darauf, verschrottet zu werden – eine Petition soll die Fahrzeuge jetzt retten

23.03.2016 Online Redaktion

Um die schwächelnde Autobranche zu unterstützen, führte die Regierung Großbritanniens im Jahr 2009 eine Verschrottungsprämie ein. Jedem, der ein mindestens 10 Jahre altes Auto, das er seit 12 Monaten oder mehr besaß, verschrotten ließ, wurde bei Kauf eines Neuwagens ein Preisnachlass von 2000 Pfund gewährt. Das Programm lief bis März 2010, in knapp einem Jahr wurden 392.227 Autos verschrottet.

Zahlreiche Fahrzeuge verrosten auf altem Flugplatz

Bereits Ende 2014 veröffentlichte die britische Regierung eine komplette Liste der Fahrzeuge, die 2009 verschrottet wurden – oder genauer gesagt, verschrottet hätten werden sollen. Denn wie sich herausstellte, stehen hunderte der betroffenen Fahrzeuge nach wie vor unversehrt auf einem alten Flugplatz in der englischen Grafschaft Bedfordshire – und dort werden sie auch bleiben.

Facebook-Fotos sorgen für Aufregung

Ist alleine der Gedanke daran schmerzhaft, dass zahlreiche moderne Klassiker nicht vor ihrer Verschrottung gerettet werden können, tun die nun aufgetauchten Bilder von dem „Autofriedhof der lebenden Toten“ umso mehr weh. Alexis Koublis  gelang es, auf das Gelände zu kommen und die Fahrzeuge, die 2009 zwar eingetauscht aber noch nicht verschrottet wurden, zu fotografieren. Er postete die Bilder auf Facebook und löste damit – verständlicherweise – heftige Reaktionen aus.

Keine Möglichkeit, die Autos zu retten

Auf den Bildern sind unter anderem zahlreiche klassische Minis, Porsche 924, mehrere Jaguar XJ(S), eine ganze Reihe VW Käfer und Golf, diverse BMW und viele weitere Autos zu sehen, die bestimmt entweder einen neuen liebevollen Besitzer finden oder als Ersatzteilspender wertvolle Dienste leisten könnten. Doch da die Fahrzeuge eigentlich gar nicht mehr existieren sollten, gibt es keine Möglichkeit, sie zu retten. Oder etwa doch?

Petition ins Leben gerufen

Der Brite Jake Dormer rief auf Change.org eine Petition ins Leben, die die Autos vor der Verschrottung retten soll. Er will damit erwirken, dass die Fahrzeuge öffentlich versteigert oder zumindest ausgeschlachtet werden. „Viele der Autos sind ein bedeutender Bestandteil der automotiven Geschichte Großbritanniens“, so Dormer. „Auto der Marken Mini, Triumph, Rover, Jaguar und viele andere ikonische Autos sollten nicht für eine kleine Entschädigung verschrottet werden. Ich denke, wenn wir genügend Unterstützung bekommen, können wir etwas verändern. Lasst uns diese Klassiker retten!“

Bereits 15.000 Unterstützer wollen Verkehrsminister zum Umdenken bewegen

Bereits 15.000 Menschen haben die Petition unterzeichnet. Geht es nach Dormer und seinen Supportern, soll sich der britische Verkehrsminister Patrick McLoughlin der Sache annehmen und die Autos letztendlich vor der Verschrottung retten.

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