In Wien sind die Menschen am wenigsten vom Auto abhängig.
 

Autofahren in Österreich im EU-Vergleich

Eine Analyse des VCÖ zeigt, wo Österreich bei der Pkw-Nutzung im EU-Vergleich steht.

19.05.2014 APA

Wie aus einer Analyse des Verkehrsklub Österreich (VCÖ) hervorgeht, liegt Österreich bei der Anzahl der Autos im Verhältnis zur Bevölkerungszahl im EU-Vergleich an 6. Stelle: Pro 1.000 Einwohner gibt es 546 Autos. Bei den gefahrenen Kilometern liegt Österreich nur auf Platz 13: Jeder Österreicher fährt im Jahr 8.820 Kilometer, während die Franzosen mit 12.800 Kilometer EU-weit am meisten Autofahren.

Spritpreise in Österreich im EU-Vergleich günstig

Bei den Spritpreisen gehöre Österreich zu den Diskontern: Eurosuper sei nur in sechs, Diesel nur in fünf Staaten günstiger. „Werden die Haushaltseinkommen berücksichtigt, ist überhaupt nur in Luxemburg das Tanken billiger als in Österreich“, sagte VCÖ-Experte Markus Gansterer in einer Aussendung am Montag.

Meiste Pkw pro 1.000 Einwohner in Luxemburg

Die Anzahl der Autos im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist in Luxemburg mit 660 Pkw pro 1.000 Einwohner am höchsten. Es folgen Italien (610 Autos), Malta (595 Autos), Litauen (585 Autos) und Finnland (555 Autos) vor der Österreich-Platzierung an 6. Stelle. Deutschland liegt mit 535 Autos pro 1.000 Einwohner an 8. Stelle. Die wenigsten Autos gibt es im EU-Vergleich in Lettland (315 Autos) und Rumänien (210 Autos). Gleichzeitig wird in Rumänien mit jährlich 3.520 Kilometer pro Person auch am wenigsten gefahren. Die Deutschen fahren mit jährlich 10.980 Kilometer rund 2.000 Kilometer mehr als die Österreicher.

Auch große Unterschiede innerhalb Österreichs

Beim Autofahren gibt es nicht nur innerhalb der EU, sondern auch innerhalb Österreichs große Unterschiede: „Im Burgenland ist die Pkw-Dichte um zwei Drittel höher als in Wien. Dank des dichten Öffi-Netzes ist die Bevölkerung in Wien am wenigsten vom Auto abhängig“, so Gansterer.

VCÖ fordert Mobilitätswende

Der VCÖ fordert die nächste EU-Kommission auf, die EU-Verkehrspolitik „im Einklang mit den Energie- und Klimazielen der EU zu bringen“. Es brauche eine „Mobilitätswende“. Als Beispiel für eine konkrete Maßnahme sollten die Bahnverbindungen zwischen den großen Städten Europas massiv verbessert werden.

Mehr zum Thema
  • E. Aichner

    Der VCÖ will, wohl im Einklang mit den Grünen, daß endlich das Radfahren auf den Autobahnen gestattet wird. Der VCÖ ist eine fanatische Sekte der Radlerlobby Österreichs, der man die Kompetenz in Bezug auf jeden motorisierten Verkehr, ob privat oder öffentlich, besser absprechen sollte.

    • Christoph

      Warum haben Sie eigtl. so großen Kummer, Herr Aichner? Was bedrückt Sie? Die hohen Spritpreise? Die Nova? Die Feinstaubpartikelchen ihn Ihrer Lunge? Würde das Radfahren auf Autobahnen (auf Nebentrassen, groß abgeschottet von den jetztigen Streifen selbstverständlich) gestattet sein, bräauchten wir all diese Lärmschutzwände und Lufthunderter nicht mehr und könnten das Geld sinnvoller verwenden (und müssten es, nebenbei bemerkt, nicht den Ölscheichs in den Allerwertesten stecken!) Also Herr Aichner, nehmen Sie doch die Pfefferoni aus Ihrem Popo! Und kaufen Sie sich einen Fahrsimulator, wo Sie Ihre Autofahrkompetenzen (die ich Ihnen, mit Verlaub, nicht abstreiten möchte!) unter Beweis stellen können!

pixel