Automatisches Notrufsystem ist ab 2015 Pflicht.
 

Automatisches Notrufsystem ab 2015 Pflicht

Durch das automatische Notrufsystem eCall sollen bis zu 10 Prozent Unfalltote verhindert werden.

26.02.2014 APA

Ab Oktober 2015 müssen alle Neuwagen in der EU mit Notrufgeräten, die Rettungsdienste automatisch bei Unfällen verständigen, installiert sein. Das EU-Parlament in Straßburg beschloss am Mittwoch mit 485 gegen 151 Stimmen die Einführung dieses europaweiten Notrufsystems.

Die Meinungen der Parteien

2012 gab es bei Verkehrsunfällen in der EU 28.000 Todesopfer und 1,5 Millionen Verletzte. Die Einführung eines EU-weiten Notrufsystems könne im Jahr ungefähr 2.500 Leben retten. Der ÖVP-Europaabgeordnete Hubert Pirker verlangte einheitliche Standards, der SPÖ-Mandatar Josef Weidenholzer forderte einen strengen Datenschutz ein. Die grüne Abgeordnete Eva Lichtenberger hatte tags zuvor auf mögliche Probleme mit dem Versicherungsschutz im Fall der Ausschaltung eines Notsystems verwiesen.

eCall-System

Das bordeigene eCall-Notrufsystem nutzt die einheitliche europäische Notrufnummer 112, um die Rettungsdienste automatisch zu schweren Verkehrsunfällen zu lotsen. Es weist die genaue Unfallstelle aus und hilft so den Diensten, schneller vor Ort zu sein, die Zahl der Todesopfer wie auch die Schwere der Verletzungen zu verringern und die Kosten zu reduzieren, die aufgrund von unfallbedingten Staus entstehen.

First kann verschoben werden

Der Gesetzentwurf legt Oktober 2015 als Frist für die Hersteller fest, neue Fahrzeugmodelle und Lieferwagen für den Einbau des eCall-Systems vorzubereiten. Allerdings haben die Abgeordneten die Möglichkeit offen gelassen, die Frist nochmals zu verschieben, da die Industrie mehr Zeit für die Entwicklung und zum Testen des Systems gefordert hat.

Kosten von 100 Euro

Die Kommission schätzt, dass eCall-Geräte rund 100 Euro kosten könnten, wenn sie in allen Fahrzeugen eingebaut sind. Das Parlament muss noch mit dem Rat verhandeln.

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  • G.Hauer

    Der airbag löst aus, das system schreit um hilfe, ok.
    Mich würde aber extrem interessieren, was genau macht das system den rest der zeit, also immer. Dass es „nix“ macht, braucht mir aber keiner zu erzählen.

    Sehe eher die gefahr, dass der gemeine autofahrer besser überwacht wird als der durchschnittliche sexualstraftäter.

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