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Dacia-Zulassungen stiegen um zwei Drittel.
 

Automarkt in Südeuropa weiter auf Erholungskurs

In Spanien wurden im März um 10 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft, in Frankreich belief sich das Plus auf 8,9 Prozent – vor allem Billig-Modelle beliebt

01.04.2014 APA

Mit dem Automarkt in Südeuropa geht es weiter bergauf. Im März wurden in Spanien zehn Prozent mehr Fahrzeuge zugelassen als vor Jahresfrist, wie die Branchenvereinigung ANFAC am Dienstag mitteilte. Dies ist der siebente Monat in Folge mit einem Plus für das von der Euro-Krise und der sechsjährigen Absatzflaute auf dem Automarkt besonders gebeutelte Land.

8,9 Prozent mehr Fahrzeuge in Frankreich verkauft

In Frankreich wurden im vergangenen Monat 8,9 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft. Vor allem die heimischen Hersteller Renault und Peugeot konnten bei den Kunden punkten. Insgesamt ist die Freude der französischen Autoindustrie aber begrenzt. „Wir sind noch im Krisenmodus“, betonte ein Sprecher des Herstellerverbands CCFA.

Staatliche Zuschüsse motivieren zum Autokauf

Anders als in Spanien hielten sich in Frankreich vor allem Unternehmen mit einer Modernisierung ihrer Fuhrparks zurück. Doch das Plus schürte Hoffnungen, dass auch in Frankreich endgültig die Talsohle durchschritten ist. Verstört hatte die Branche eine Stagnation im Februar und März, nachdem die Verkäufe im Dezember um 9,4 Prozent in die Höhe geschnellt waren. Das Auf und Ab spiegelt sich auch in den Quartalszahlen wider: Von Jänner bis März wurden in Frankreich 2,9 Prozent mehr Autos zugelassen. In Spanien waren es 11,8 Prozent. Hier locken auch staatliche Zuschüsse die Kunden in die Autohäuser. Gefallen finden die Kunden vor allem an günstigen Modellen.

Günstige Modell erfreuen sich besonderen Zuspruchs

So stiegen die Zulassungen von Autos der Renault-Billigmarke Dacia um zwei Drittel und von Hyundai aus Südkorea um 44 Prozent, während sie sich bei Kia fast verdoppelten. Auch Fiat legte mit 14 Prozent über dem spanischen Marktdurchschnitt zu, verlor mit einer Stagnation in Frankreich dort aber Marktanteile. Die Verkäufe der Kernmarken von Volkswagen legten in beiden Ländern im selben Rahmen zu wie der jeweilige Gesamtmarkt.

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