Autos auf einem Werksgelände
So viele Autos – wer soll sie kaufen? Der europäische Markt verharrt auch im August in Krisenstimmung.
 

Automarkt: Schwacher August – VW und PSA verlieren

Die Krise ist noch nicht ausgestanden: Mit dem August liegt der Automarkt 2013 auf dem Niveau von 1990.

17.09.2013 Online Redaktion

Die europaweiten Verkaufszahlen von August 2013 sind bekannt, und nach einem kleinen Plus im Juli macht sich wieder Ernüchterung breit: Sowohl die Verkäufe im Einzelmonat als auch die kumulierten Zahlen für das laufende Jahr sind um fünf Prozent zurückgegangen im Vergleich zu 2012. Im August wurden nur 686.957 Fahrzeuge zugelassen. Damit erreicht der europäische Automarkt den Tiefststand seit 1990.

Verlierer der Absatzkrise: Volkswagen und PSA

Großer Verlierer der Absatzkrise ist Volkswagen, die Marke verlor um ganze 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Da der Rückgang bei Audi, Skoda und Seat schwächer ausfiel, stehen am Ende „nur“ elf Prozent Absatzverlust für den VW-Konzern. Hart getroffen hat es auch den gebeutelten PSA-Konzern, der im August 2013 18 Prozent weniger Autos verkaufte, als noch im Vorjahr. Der Marktanteil von PSA liegt nun bei elf Prozent.

Aber es gibt auch Gewinner: Renault verzeichnet ein kleines Wachstum von zwei Prozent, Konzerngeschwister Dacia konnte sich um ganze 16 Prozent steigern – pragmatische Fahrzeuge sind offensichtlich hoch im Kurs. BMW konnte ebenso zulegen (+ 10%) wie Mercedes (+ 6%), Hyundai (+ 5%) und Chevrolet (+ 18%), einen weiteren Rückgang verzeichnen Fiat (- 5%), Opel (- 3%) und Kia (- 4%).

Von den fünf größten Märkten Westeuropas hat es nur in England einen Zuwachs bei den Zulassungszahlen gegeben (+ 11%), Rückgänge gab es in Deutschland (- 6%), Frankreich (- 2%), Italien (- 6%) und Spanien (- 18%). Europaweit gesehen gab es in den letzten zwei Jahren nur zwei Monate, in denen die Verkäufe zunahmen: April 2013 (+ 2%) und Juli 2013 (+ 5%).

Quelle: automotive-news.com

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