Autojahr 2012 Best of 2012
Der neue Golf kann erwartet werden.
 

Autojahr 2012 – Oktober

Im Oktober 2012 wird der neue Golf auf den Tisch hauen.

03.01.2012 Autorevue Magazin

Cadillac ATS
Ein Cadillac tritt gegen C-Klasse, A4 und Dreier an.

Als Cadillac hat man’s nicht leicht in Europa, denn das Segment ist, zumal in der luxuriöseren Prägung, von BMW, Audi und Mercedes besetzt und von ­einer amerikanischen Marke eigentlich nicht zu erstürmen. Damit nicht genug, mischen die drei auch am US-Markt mit. Als Gegenwehr hat Cadillac den ATS entwickelt: auf neuer Plattform und mit teutonischen Eigenschaften. ATS-Chef­entwickler Chris Berube erzählt von Fahrwerks-Tests auf deutschen Autobahnen und der Nürburgring-Nordschleife, was deutlich zeigt, wohin man zielt. Das spärliche Foto, das zugänglich gemacht wurde, lässt eine markante ­Limousine mit kurzem Heck und langer Motorhaube erkennen. Später wird es den ATS auch als dreitüriges Coupé und als Kombi geben.

Was er ist: Eine Mittelklasse-Limousine mit luxuriösem Anspruch. Was er kann: Das ganze elektronische Programm. Und offenbar gibt er sich auf der Straße knackig bis sportlich. Was er kostet: Wird wohl etwas unter der deutschen Konkurrenz liegen müssen.

Volvo V60 Diesel Plug-In-Hybrid:
Derzeit noch seltene Verquickung von Diesel und Hybrid. Was er kann: ­Benzinmotor vorne, Elektromotor an der Hinterachse. Elektrische Reichweite bis 50 km. CO2-Ausstoß laut Norm 49 g/km. Was er kostet: € 50.000,–.

VW Golf VII
Der neue Golf hat Platz für sämtliche Antriebsarten.

Nach dem Audi A3 wird der Golf VII das zweite Konzernmodell auf dem ­Modu­laren Querbaukasten sein, der bis zu 70 Prozent Gleichteile für nahezu alle Autos der Polo- und Golf-Liga aus dem VW-Konzern ­ermöglicht. Da wird es ­gewisse Wiedererkennungen geben, und eine solche haben wir auch, wenn wir den Golf betrachten, der als Designrevolution erwartungs­gemäß schon wieder nicht ­reüssiert. Dafür aber als Vielfax, denn neben Benzinern (Vierzylinder bis zwei Liter Hubraum) und Dieselmotoren hat das Auto auch Platz und Vorbereitung für Gastanks und für Batterien. Definitiv wird es den Golf also auch als reines Elektroauto und als „Twin-Drive“ mit Plug-in-Hybridantrieb geben. Etwas breiter, etwas niedriger, etwas länger als bisher wird der Golf VII sein. Chromelemente in Bug und Heck sollen eine gesamthafte Aufwertung unterstreichen, die den Golf wieder deutlicher vom ebenso aufstrebenden Polo abhebt.


Was er ist:
Das erfolgreichste Auto hier. Und das wird er auch bleiben, egal, was passiert. Was er kann: Größer sein, besser sein und mehr oder weniger weit elektrisch fahren. Was er kostet: VW wird wohl irgendwann mitteilen, dass der neue Golf nicht mehr kostet als der alte.

BMW Active Hybrid 3
Ob’s hier ums Reduzieren geht, ist etwas fraglich.

2013 kommt der M3. Der Active Hybrid 3 ist aber alles andere als eine Gegenwelt zum obersten Ende der Dreier-Eskalation. Denn der Sechszylinder aus dem 335i (306 PS) wird von einem Elektromotor mit ungefähr 25 kW ergänzt, was eine Gesamtleistung von rund 340 PS ergeben wird. Versteht sich, dass ein BMW-Hybrid keine lahme Gurke sein will, aber ob die Rettung des Weltklimas tatsächlich so lustig zu bewerkstelligen sein wird, wagen wir zu bezweifeln.

Was er ist: Ein sehr starker Hybrid-BMW, der etwas weniger verbraucht als ein sehr starker BMW ohne Hybrid. Was er kann: Seinem Besitzer ein Öko-Schild umhängen, das dieser nur bedingt verdient. Was er kostet: 50.000 Euro kostet ein 335i. Der Hybrid wird ein paar Tausender mehr einfordern.

Renault Clio: Die Neuauflage des schicken Kleinwagenklassikers. Was er kann: Der neue Clio ist etwas länger als sein Vorgänger und innen größer. Drei- und Vierzylinder-Benziner (70 bis 130 PS), zum Teil als Turbo, bestreiten das Motorenprogramm. Start-Stopp-Automatik ist für alle Motoren serienmäßig. Was er kostet: 12.000 Euro aufwärts.


Lamborghini Aventador LP700-4 Spyder:
Ein Auto mit 700 PS, bei dem man das Dach aufmachen kann.
Was er kann: Angeblich wird er am Genfer Autosalon im März erstmals hergezeigt. Durchgesickert ist derweil schon, dass er ein Softtop haben soll. Da er damit mehr Gewicht hat, werden wir Einbußen bei der Beschleunigung (normal 2,9 Sekunden) hinnehmen müssen. Was er kostet: Der Aventador kostet 384.700 Euro. Wenn wir da einen Fünfziger drauflegen …

Mehr zum Thema
pixel