Volvo selbstfahredes Auto
Die Autobauer geben seit 2009 jährlich um 8% mehr für Forschung aus. © Bild: Werk
 

Autohersteller investieren immer mehr in Forschung

Seit dem Jahr 2009 sind die jährlichen Ausgaben der Autobauer für Forschung um durchschnittlich acht Prozent gestiegen.

22.01.2014 APA

Einer aktuellen Studie zufolge investieren die Autobauer weltweit immer mehr in die Forschung. Seit dem Jahr 2009 haben sich die Ausgaben bei den 14 innovativsten Autoherstellern um jährlich 8 Prozent erhöht, so die Studie der Boston Consulting Group (BCG).

Auch Bosch und Continental investieren mehr

In den Jahren 2001 bis 2012 sei die jährliche Steigerung lediglich bei 3 Prozent gelegen. Auch die großen Zulieferer, zu denen Bosch und Continental zählen, hätten ihre Forschungsausgaben ausgeweitet.

Mehr Patentanmeldungen

Gleichzeitig wuchs die Zahl der Patentanmeldungen, die in den Krisenjahren 2008 und 2009 um 25 Prozent eingebrochen war. Den größten Zuwachs gab es der Untersuchung zufolge in den Bereichen Antriebstrang, Leichtbaumaterialien, Verbindungssysteme sowie Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme.

14 Autohersteller unter den Top 50

Das zahlt sich aus: Die Autohersteller Toyota (Platz 5), Ford (8) und BMW (9) zählen laut einer bereits im September veröffentlichten Untersuchung von BCG weltweit zu den zehn innovativsten Unternehmen. Im vergangenen Jahr sind danach 14 Autohersteller unter den 50 innovativsten Unternehmen weltweit gewesen. 2012 waren es zehn und 2005 nur fünf. Unter den deutschen Herstellern belegte Volkswagen Platz 14, Audi Platz 19 vor Daimler (Platz 20.)

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  • Ravenbird

    So lange die Hersteller MEHR mit der Wartung und Reparatur als mit dem Verkauf der Kisten verdienen, forschen sie in die falsche Richtung – von uns Konsumenten aus gesehen.
    Langlebigkeit im Sinne des Umweltschutzes wäre wohl die richtige Richtung.
    Aber so lange der Konsument – wir selber also – alle paar Monate ein neues Vehikel haben will, wird das nichts werden.
    Die Produktion EINES einzigen Autos belastet die Umwelt – sagen wir mal – 30 Jahre lang (wahrscheinlich hunderte Jahre, aber das können nur echte Experten errechnen, dürfen sie aber im Sinne der Wirtschaft nicht). Also wäre es korrekt, nur alle 30 Jahre ein neues Auto zu kaufen. Wären diese Autos ohne allzu großen Aufwand anpaßbar (2 Sitze, 4 Sitze, Motorenmodule, Dachmodule…) wäre das sogar machbar.
    Aber in DIESE Richtung zu forschen, würde die Milliardengewinne der Einzelpersonen an der Spitze der Unternehmen minimieren.
    By the way:
    Das meiste Geld kassieren die Hersteller VOM STAAT, also von UNS für die Forschung! Dann verkaufen sie uns „neue“ erforschte Technologien um viel Geld – weil die Forschung ja Geld gekostet hat – um sündteures Geld und das in Beta-Versionen, die schon im Prospekt repariert werden müssen.
    Ich halte das für Betrug.

    • Ravenbird

      Und noch was fällt mir dabei ein: Alles das, was von den Herstellern als großer Fortschritt gepriesen wird, können Mobiltelefone heute schon.
      Wenn in jedem Auto eine Person mit einem aktiven Mobiltelefon sitzt, ist der Ort bekannt, die dortigen Straßenzustände, die Abstände zum Vorder- und Hintermann, die Geschwindigkeit, die Verkehrslage an jedem Punkt der Reise usw. usf.
      In wenigen Jahren – wahrscheinlich schon viel früher – werden alle Mobiltelefone oder deren Nachfolger (Google Glass…) diese Daten ständig bereit halten.
      Wozu das ganze noch einmal in der Autokraxn? DIE soll fahren, fahren, fahren und nicht quaken, quietschen, piepen und blinken.
      Und zwar fahren, ohne an jeder Ecke auseinander zu fallen.

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