VW Neuwagen im Werk in Wolfsburg
 

Deutschland kommt Autobauern mit neuem CO2-Vorschlag zu Hilfe

EU-Streit um die CO2-Grenzwerte

09.06.2013 APA

Mit einem neuen Kompromissvorschlag im EU-Streit um die CO2-Grenzwerte plädiert Deutschland als bedeutendes Herstellerland für eine höhere Flexibilität bei der Anrechnung schadstoffarmer Fahrzeuge und stellt sich damit hinter die Automobilindustrie. Die Autobauer sollen demnach die für die Produktion schadstoffarmer Wagen anfallenden Bonuspunkte, die so genannten Supercredits, aufsparen und sich erst nach 2020 anrechnen lassen können. Deutschland argumentiert, dieser Schritt wäre entscheidend, um die Entwicklung schadstoffarmer Fahrzeuge in der EU so rasch als möglich voranzutreiben.

Kritiker sehen den Vorstoß als Versuch, Autoherstellern auch nach 2020, wenn die EU-Kommission den CO2-Ausstoß von Neuwagen im Durchschnitt auf 95 Gramm pro Kilometer begrenzen will, die Produktion schadstoffreicherer Fahrzeuge zu ermöglichen. Deutschland würde mit dem Vorschlag versuchen, die 95 g/km – Grenze aufzuweichen. Supercredits unbegrenzt aufsparen zu können sei ein Rechentrick, der bereits von der EU-Kommission und anderen Mitgliedsstaaten abgelehnt worden sei. Würde die Anzahl von Supercredits nicht streng limitiert, würde es zu einer Abschwächung der Klimaschutzvorgaben kommen.

Irland, derzeitiger Inhaber der EU-Ratspräsidentschaft, hofft auf eine Einigung bis Ende dieses Monats.

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