Continental vernetzt Autos
So sieht die Zukunft aus: Alle Verkehrsteilnehmer sind vernetzt und kommunizieren miteinander.
 

Starke Autozulieferer aus Oberösterreich

Der Autocluster Oberösterreich und die Zukunft des Automobils.

25.09.2013 Autorevue Magazin

In Oberösterreich gibt es genau 232 Unternehmen, vom kleinen Zivilingenieurbüro bis zum Blechriesen Voestalpine, die sich zu einem Automobilcluster zusammen getan haben und Autohersteller sowie größere Autozulieferer in der ganzen Welt beliefern, vom Know-how bis zu handfesten Produkten aller Art und Technologiestufen. Damit ist der oberösterreichische Autocluster in seiner geschäftlichen Wucht ziemlich genau so groß wie der steirische. Einmal jährlich ruft man zu einer Konferenz und bittet Entscheidungsträger aus aus der Branche zum Gedankenaustausch. Diesmal fand die Konferenz in der Voestalpine Stahlwelt statt und stand schwerpunktmäßig unter dem Motto „Automatisiertes Autofahren“.

Die Dimensionen der oberösterreichischen Zulieferer im Detail

Continental Automotive stellt für das automatische Autofahren bereits einen Großteil der notwendigen Systeme zur Verfügung wie Aufmerksamkeitsführung, Innenraumkameras, Spracherkennung, Head-up Displays, Bremssysteme, Sensoren und Radar und investiert im Jahr 2013 mehr als 100 Mio. Euro in die Forschung und Entwicklung für Fahrerassistenzsysteme und automatisiertes Fahren. 1.300 Mitarbeiter im Konzern arbeiten intensiv an diesen Themen. Zusammen mit Partnern aus der IT Industrie geht Continental einen weiteren zentralen Baustein für die Automatisierung der Fahrzeuge an: die Vernetzung der Fahrzeuge. Rainer Büchse, Leiter der Abteilung Interior Strategy & Innovations bei Continental Automotive GmbH: „Um wirklich komfortabel und sicher unterwegs zu sein, werden automatisierte Fahrzeuge lernen müssen, weiter nach vorne zu blicken, als es die Umfeldsensorik erlaubt. Die Informationen über die Verkehrsituation hinter der nächsten Kurve werden durch die Vernetzung der Fahrzeuge mit dem Internet und anderen Fahrzeugen kommen.“ Büchse weiter:  „Unsere Entwicklungsziele für 2014 beinhalten eine hochautomatisierte Autobahnfahrt über europäische Ländergrenzen hinweg. Dafür sind wir bereits in einer intensiven Testphase mit einem deutschen Hersteller. Autobahnfahrten mit 130 km/h funktionieren bereits ausgezeichnet und auch Überholmanöver sind mit automatisierten Fahrzeugen vollkommen sicher durchzuführen.

Das Auto und seine Infrastruktur

Zu Gast in Linz waren unter anderen auch Heinz Hollerweger, Leiter Gesamtfahrzeug bei Audi, Wolfgang Steiger, Leiter Zukunftstechnologien bei VW, Gerhard Wölfel, Geschäftsführer BMW Motoren Steyr, Ulrich Eberl, Leiter Innovationskommunikation Siemens AG, Josef Fiala, Geschäftsführer Asfinag Service und Gundolf Kopp, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Hollerweger (Audi) betonte den immensen Aufwand, der für Autohersteller aufgrund unterschiedlicher Gesetze hervorgerufen wird, nicht nur weltweit sondern auch schon innerhalb der EU (Anm. der Redaktion: von dem allerdings auch die Zulieferindustrie mitunter profitiert). Steiger (VW) erwähnte den erheblichen zusätzlichen Energieaufwand, der durch Verwendung neuer Materialien entsteht (Energieverbrauch Golf 20 Prozent bei Herstellung, 80 Prozent beim Fahren, Leichtbau-Elektroauto: 50 Prozent Herstellung, 50 Prozent Fahren. Fiala (Asfinag) kündigte das verkehrsträgerübergreifende Reiseplanungstool verkehrsauskunft.at mit 1.1.2014 an.

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