Straßenverkehr
Wer ist der größte Verkehrssünder?
 

Auto Vs. Fahrrad: Wer ist der größte Verkehrssünder?

Laut einer Umfrage stellen Radfahrer die größte Gefahrenquelle im Straßenverkehr dar. Radfahrer sehen das anders, für sie sind Autos die Verkehrssünder Nummer 1.

19.03.2014 APA

Immer mehr Autos und Fahrräder fahren auf Österreichs Straßen, der milde Winter hat dafür gesorgt, dass die Radsaison heuer bereits früh begonnen hat – bzw. nie richtig zu Ende gegangen ist. Konflikte im Straßenverkehr sind da keine Seltenheit. Laut einer Umfrage von AutoScout24 halten Autofahrer Radler für die größten Verkehrssünder, bei den Radfahrern liegen wiederum die Autofahrer an erster Stelle, je ein Viertel nannte den jeweiligen Konterpart als größten Sünder.

Ein gemeinsames Feindbild gibt es nicht

Motorradfahrer werden so von den Befragten weit weniger kritisch beurteilt – nur elf Prozent sehen sie als die übelsten Sünder auf den Straßen. Toleranz gibt es vor allem gegenüber der eigenen Spezies: Knapp ein Drittel der Nur-Autofahrer meint, Radler seien die größten Verkehrssünder, mehr als ein Drittel der Nur-Radler hält dagegen die Autofahrer für die größten Straßensünder.

Die gefährlichsten Fahrmanöver

Einigkeit herrscht darüber, dass Radler die gefährlichsten Fahrmanöver begehen. Die Hälfte aller Befragten sieht da so. Ein Drittel beurteilt Autofahrer als größere Gefahrenquelle im Straßenverkehr. 73 Prozent sehen Autofahrer als größte Störquelle im Verkehr, 68 Prozent Radfahrer.

Auffahren und Drängeln

An den Autofahrern stört die Befragten vor allem zu dichtes Auffahren und Drängeln sowie rücksichtsloses Fahrverhalten. Andere Verkehrsteilnehmer nervt bei den Radfahrern vor allem Nebeneinanderfahren, ebenso das Fahren auf der Straße trotz vorhandenem Radweg. Einig waren sich die 529 Umfrageteilnehmer, die im März von Marketagent.com befragt wurden, dass Radfahrer im Straßenverkehr am gefährlichsten leben. Dieser Aussage stimmten 88 Prozent zu.

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  • Pete

    Egal in welchem Verhältnis die Quote der Verkehrssünder zwischen Radfahrern und Autofahrern steht und die dürfte kaum von einander abweichen. Es sind allerdings die Autofahrer die andere Verkehrsteilnehmer verletzten, schwer verletzen und sogar töten und das ist der kleine aber feine Unterschied!
    Deshalb muss auch diese Gruppe ihr Fahrverhalten an die Schwächeren im Straßenverkehr anpassen, bzw. sie sollten sich sowieso so verhalten!

  • Mathias

    Radfahrer halten sich weniger an die StVO als Autofahrer? – ein wirklich absurder Vorwurf, wenn man versucht die Situation objektiv zu bewerten. Bei Radfahrern mag es drei Gruppen geben, die tatsächlich regelmäßig Verkehrsregeln brechen.
    1) Gelegenheitsfahrer, die oft verträumt und ohne Licht fahren,
    2) Gehsteigradler, die meist SeniorInnen sind, welche aus Angst vor der Situation auf der Straße und mangels FahrradInfrastruktur auf den Gehsteig ausweichen.
    3) Manche Radler, die rote Ampeln als Vorrang-Geben uminterpretieren und auch sonst eher gemäß Kant’schem Imperativ agieren. Diese Gruppe mag zwar nervend und provozierend sein, letztlich sind es aber nicht diese „Kampfradler“ die in Unfälle mit Autos verwickelt werden, sondern insbesondere Frauen höheren Alters (siehe Unfallstatistiken).
    Die Ursachen für das Fehlverhalten sind oft insbesondere auf systemischer Ebene zu finden (zB haben Radler oft absurde Ampelmarathons und -wartezeiten zu überwinden, werden wild mit Fußgängern gemischt, etc)

    Aber Autofahrer halten sich NOCH VIEL ÖFTER nicht an Regeln – absurderweise ist deren Fehlverhalten aber mittlerweile fast akzeptiert. 10km/h schneller als erlaubt bzw. in Wohnstraßen 30er ist die Regel, Parken direkt vor Zebrastreifen bzw. an Ecken, Halten/Parken auf Radverkehrsanlagen, Abbiegen ohne Blinker, Wenden auf Vorrangstraßen, Missachtung des Vorrangs vor allem bei rechtskommenden Radfahrern oder Einbiegen/Ausparken direkt vorm Radfahrer, bei Gelb über die Ampel, Überrollen von Stop-Schildern, für Kinder zum Überqueren nicht anhalten, Türe blind aufmachen, Telefonieren, sonstige verbotene Ablenkungen (die für eine vielzahl an Unfällen verantwortlich sind), Missachtung von Zebrastreifen/Radfahrerüberfahrten, Missachtung diverser Vorgaben bei Überholen von Radfahrern, im Stau noch in die Kreuzung einfahren sodass das Auto dann genau auf Zebrastreifen/Radverkehrsüberfahrt zu stehen kommt, Missachtung der Wohnstraßenvorgaben (Schrittgeschwindigkeit, keine Gefährdung anderer, Durchfahrtsverbot),…
    All das erlebe ich beinahe täglich und es wird bagatellisiert obwohl dadurch akut Leute bedroht, gefährdet und verletzt werden, während Vergehen ohne jegliche Sicherheitsrelevanz bei Radfahrern dramatisiert werden.

  • ReinhardP

    Die Radfahrer haben eine starke politische Lobby. Damit sind sie quasi berechtigt, sich als Anarchisten zu bewähren: sie brauchen für die sündteure Infrastruktur nichts zu bezahlen, sie brauchen sich mangels Kennzeichen an keine Regeln zu halten, sie müssen für Schäden an Personen und/oder Sachen nicht aufkommen, sie brauchen auch keine Haftpflichtversicherung – kurz: sie können tun und lassen, was sie wollen. Und das tun sie auch!

    • Jogi

      Genau das ist das Problem! Kennzeichen für Radler würden vieles einfacher machen, aber dann müssten sich diese Drahteselterroristen an die STVO halten… zB in Graz undenkbar…

    • CHris

      KBitte verbreiten Sie keine Lügen RainhardP, Radfahrer sind genauso berufstätig, bezahlen ihre Steuern und tragen somit zur Infrastruktur bei!! Wenn Sie Kennzeichen für Radfahrer fordern, dann muss sich in Zukunft auch jeder Fußgeher ein Schild umhängen, damit er im Falle einer Anzeige gleich identifiziert werden kann.

      Zum Schluss sei noch gesagt: Den Schaden an Gesundheit der Menschen, Tier und Umwelt, den ihr Autofahrer anrichtet, ist bei Weitem größer, als der Schaden, den Radfahrer anrichten! Daher: Autos weg von den Städten!

    • Schini2014

      ICh als Radfahrerin und Autofahrerin zahle Steuern von dem wird die Straße gebaut. Ich als Radfahrerin
      habe keinen Radweg zur Verfügung halte mich an die Regeln aber ich sehe auch viele Autofahrer die die Regeln nicht einhalten. Als Radfahrerin bin ich selbst gefährdet weil ich es spüre wenn mich ein zu knapp überholendes auto streift und abwirdt was immer wieder vorkommt, und ich fahre schon 30ig Jahre mit dem Rad. Nicht immer auf die Radler losgehen!! Auch ich zahle Steuern!!!!!!

  • Oli

    Ich denke, dass man über verdeckte Ermittler rigoros mit Strafen wie beim Auto, gegen Verkehrsverstöße bei Radfahrern vorgehen sollte, so wie man es bei Autos ja auch macht. Dann wäre der Sicherheit für Radfahrer auch gedient.
    Bei Unfällen sollte dann auch klar nach den Verkehrsverstößen geurteilt werden und nicht nach dem Prinzip: „der Auofahrer ist immer Schuld“.

    • Franz A.

      Ich will nicht noch mehr Ueberwachnung haben, auch und schon gar nicht im Strassenverkehr. Deshalb faende ich diese Herangehensweise schlecht.

    • Schini2014

      Ja rigoros sollte bei den Autofahrern gestraft werden die drängeln und Fußgeher am Zebrastreifen bedrängen sowie Autofahrer die die Radfahrer bedrängen. Ein Radfahrer macht keine Lücken in die Strasse,braucht kaum Platz zum parken braucht kein Salz auf der Strasse aber muß sich mit dem Split der gestreut wird für die Autofahrer, ärgern und wird dadurch gefährdet weil der Split wochenlang liegenbleibt.
      ICh fahre deswegen Rad weil ich etwas für meine Gesundheit tum will und möchte mich aber nicht dauernd gefährdet von den Autofahren fühlen müssen. Der Autofahrer spürt es nciht wenn er einen Radfahrer niederfährt er sitzt in seinen SUV und gafft höchstens blöd raus und schimpft auf die Radfahrer so schauts aus !!!!

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