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Porsche 959
 

Neuerscheinungen 1986: Ist euer (Traum-)auto dabei?

Neuerscheinungen von 1986 werden mit Jahreswechsel 30 Jahre alt, es lohnt ein Rückblick auf die Neuwagen von damals, die jüngsten Klassiker von heute.

05.12.2015 Press Inform

Jaguar XJ 40, der neue 7er BMW, Opel Omega A, Porsche 959 und viele mehr, vor 30 Jahren kamen diese Modelle neu auf den Markt. Heute sind sie Klassiker und zum Teil heiß begehrt.

7er BMW

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© Bild: Werk

BMW bringt im Herbst des Jahres den neuen 7er (E32) auf den Markt und rüttelt damit am Thron der Mercedes S-Klasse. Das von BMW Chefdesigner Claus Luthe und Ercole Spada kreierte elegante Design mit Doppelscheinwerfern, mit einer ausdrucksstarken Niere und L-Rückleuchten, lässt nicht nur den Platzhirschen aus Stuttgart-Untertürkheim alt aussehen, sondern prägt auch das BMW-Design der kommenden Jahre. Dazu kommen noch Reihensechszylinder-Motoren, wie beim 735i, der mit 220 PS in der Luxusklasse für Furore sorgt.

Jaguar XJ 40

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© Bild: Werk

Ein anderes feines Mobil ist der Jaguar XJ 40. Allerdings akzeptiert die Fan-Gemeinde der britischen Edelkarossen dieses Fahrzeug bis heute nicht als echten Klassiker. Zu kantig sind manche Design-Elemente und zu klobig die Scheinwerfer. Der Innenraum bietet auch nicht durchgängig die gewohnte Jaguar-Qualität und -Anmutung.

Opel Omega A

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© Bild: Werk

Über das Design des Opel Omega A lässt sich streiten, aber der Omega verwöhnt seine Fahrer mit einem Heckantrieb und einem cW-Wert von 0,28. Der Rüsselsheimer begeistert bei seinem ersten Auftritt die Fachpresse derart, dass er im folgenden Jahr zum „Auto des Jahres“ gewählt wird. Allerdings lohnt sich beim Kauf ein Blick in den Motorraum. Bei den ersten Modellen sind die vorderen Längsträger und der Bereich unter der Batterie anfällig für Rost.

Renault 21

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© Bild: Werk

Auf dem Genfer Autosalon feierte der Renault 21 seine Premiere. Zunächst als Stufenheck-Version, der Kombi folgt im Juni 1986. Der Nachfolger des Renault 18 beeindruckt die Käufer mit einer Vielzahl von Motoren und einer fortschrittlichen Ausstattung. So sind bei den teueren Versionen eine Servolenkung, elektrische Fensterheber und eine Infrarot-Zentralverriegelung vorhanden. Gegen Aufpreis sind ABS und eine Klimaanlage erhältlich. Die durchaus annehmbaren Fahrleistungen rühren auch von der Karosserie her, die etwas mehr als eine Tonne auf die Waage bringt. Trotz des Leichtbaus erreicht die französische Mittelklasse-Limousine bei den Crashtests Bestnoten. Ein Jahr später kam dann der Turbo auf den Markt.

Audi 80

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© Bild: Werk

Aus ganz anderem Holz geschnitzt, ist der Audi 80 (B3), der vor 30 Jahren ebenfalls das Licht der automobilen Welt erblickt. Der Mittelklasse-Wagen aus Ingolstadt hat bereits im Sommer 1986 eine vollverzinkte Karosserie und wird zu Beginn nur als viertürige Limousine angeboten. Zu den Feinheiten des zunächst bis zu 113 PS starken Fahrzeugs zählte ein Katalysator. Die Dieselmotoren fristen damals noch ein Schattendasein: Beim Start gibt es Selbstzünder mit 54 PS.

Porsche 959

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© Bild: Werk

Der Überflieger des Jahres 1986 ist der Porsche 959. Das schnellste Serienauto der Welt schafft nicht nur eine Höchstgeschwindigkeit von 317 km/h, sondern ist auch ein feines Stück Technik. Die 450 PS sind auch für normalsterbliche Autofahrer zu beherrschen. Grund dafür ist der elektronisch gesteuerte variable Allradantrieb. Eine Registeraufladung sorgt dafür, dass die Beschleunigung auch sämig abläuft. Wer damals knapp 3 Millionen Schilling (420.000 Mark) auf den Tisch legen konnte, reibt sich heute die Hände. Der Zuffenhausener Renner wird mittlerweile für 1,5 Millionen Euro gehandelt.

  • Marcus Lang

    Genau, heute kostet der 959 viel mehr! Porsche-intern wurde der 959 (trotz des absolut gesehen hohen Preises) als das „teuerste Werbegeschenk der Firmengeschichte“ bezeichnet, weil die Entwicklungs- und Produktionskosten weit über den Einnahmen lagen.

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