Alex Lechleuthner, Michele Rivasi und Andreas Kornath bei einer Pressekonferenz 2012
Alex Lechleuthner, Michele Rivasi und Andreas Kornath (r) bei einer Pressekonferenz 2012
 

Hochgilftig: Kältemittel im Brandfall

Deutsche Forscher belegen, dass das neue Kältemittel im Brandfall zu Verätzungen, die tödlich enden können, führt.

09.04.2014 APA

Das viel diskutierte neue Kältemittel für Auto-Klimaanlagen setzt im Brandfall Carbonylfluorid frei, ein hochgiftiger Stoff. Das berichteten Chemiker um Andreas Kornath von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) in der „Zeitschrift für Naturforschung“. Carbonylfluorid ist ein Abkömmling des Kampfstoffs Phosgen, das im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde.

Bisheriges Kältemittel darf nicht mehr verwendet werden

Vorgaben der Europäischen Union verpflichten Autohersteller, neue Kältemittel für Pkw-Klimaanlagen zu verwenden. Das bisher benutzte Mittel R134a soll wegen seiner Klimaschädlichkeit abgelöst werden.

Stoff kann Verätzungen hervorrufen

Doch auch das neue Kältemittel R1234yf ist umstritten: Tests hatten gezeigt, dass es sich bei Unfällen entzünden kann und Fluorwasserstoff (Flusssäure) freisetzt, heißt es in einer Mitteilung der LMU. Dieser Stoff sei so giftig, dass eine handtellergroße Verätzung tödlich enden kann. Nun fand das Team um Kornath heraus, dass 20 Prozent der Brandgase aus dem noch giftigeren Carbonylfluorid bestehen.

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