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Ausbau der Nordautobahn A5 hat für Tschechien Priorität

Tschechischer Verkehrsminister Prachar rechnet 2017 mit Baubeginn für Umfahrung von Mikulov. Treffen mit Verkehrsministerin Bures und NÖ-LH Pröll

08.04.2014 APA

St. Pölten. Der Ausbau der Nordautobahn (A5) ist am Dienstag auch Schwerpunktthema eines Treffens zwischen Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) und dem tschechischen Verkehrsminister Antonin Prachar gewesen. Zuvor war Prachar bei Verkehrsministerin Dores Bures (SPÖ) zum Arbeitsgespräch eingetroffen. Bei beiden Treffen war die noch nicht durchgängige Autobahnverbindung Wien-Brünn Thema.

Pracher rechnet mit Baubeginn der Umfahrung von Mikulov 2017

Prachar bekräftigte dabei die Priorität des Lückenschlusses. Er rechne für die Umfahrung von Mikulov mit einem Baubeginn im Jahr 2017, sagte der Tscheche vor Journalisten in St. Pölten. „Die neue tschechische Regierung räumt dem Verkehrsbereich Priorität in den bilateralen Beziehungen zu Österreich ein. Das begrüße ich sehr, weil die Menschen und die Wirtschaft in beiden Ländern von leistungsfähigen Verkehrsverbindungen profitieren“, sagte Bures laut einer Aussendung. An der Autobahnverbindung werde von beiden Ländern intensiv gearbeitet.

Intensiver politischer Wille auf beiden Seiten

Pröll bezeichnete den „raschen“ Besuch Prachars in St. Pölten als „wichtiges Signal“, nachdem der Minister bereits in seiner ersten Erklärung den Lückenschluss im hochrangigen Straßennetz als prioritär genannt habe. Der politische Wille sei auf beiden Seiten intensiv vorhanden, was die Grundlage für die Umsetzung sei, sah Pröll seinen Optimismus berechtigt, das Ziel einer durchgängigen Anbindung an die Autobahn Prag – Brünn zu erreichen. Man sei seit Jahren um intensive Kontakte bemüht, erinnerte er an das Arbeitstreffen mit dem südmährischen Kreishauptmann Michal Hasek in der Vorwoche.

„Wir wollen viel“, betonte Prachar die Priorität eines Ausbaues des Straßen- und Eisenbahnnetzes. Probleme gebe es in Südmähren durch einen privaten Verein, davon unberührt sei aber die Realisierung der Umfahrung von Mikulov, für die in Kürze intensive Verhandlungen starten würden. 2015 rechne er mit einem Gebietsentscheid, dann könnten die Ausschreibungen starten.

Auf niederösterreichischer Seite soll der Abschnitt Schrick – Poysdorf Nord bis 2016 errichtet werden, so Pröll. Ab 2015 werde weiter gebaut bis zur Staatsgrenze: diese zweispurige Etappe mit der Umfahrung von Drasenhofen soll bis 2017 fertig sein. Der von Prachar genannte Zeitplan für Mikulov (Nikolsburg) würde also eine durchgängige hochrangige Verbindung ermöglichen. Wenn auch der letzte Teil nur zweispurig sei, so sei entscheidend, dass die Siedlungen umfahren werden, betonten beide Politiker. Wirtschaftlicher Aufschwung und die Handelsbeziehungen würden mehr Mobilität erfordern, gleichzeitig müsse die Lebensqualität der Bewohner bewahrt werden.

Quelle: APA

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  • Ravenbird

    Wer jemals im Industrieviertel nach einer Operation mit dem Auto transportiert wird und so in den schmerzhaften Genuß dieser völlig desolaten „Fahrbahnen“ kommt, wird sich hoch und heilig versprechen, diese Bauernbündler-Partei und ihre Vertreter nie wieder zu wählen.
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    Aber sie haben auch einen Landeshauptmann, der nicht dauernd die Pappn aufreißt, sondern etwas für seine Bürger tut.

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