Moskvich 401
Moskvich 401 – 15.000 Pfund werden aufgerufen.
 

Aus dem Morgengrauen

Die russische Antwort auf den Opel Kadett. Falls jemand gerade in Litauen unterwegs ist.

21.02.2012 Online Redaktion

Große Ziele hatte die Partei als 1930 das Moskauer Automobil Montagewerk gegründet wurde. Autobau? Zu banal. Das Volk sollte mobilisiert und der Kommunismus dadurch motorisiert werden. Ganzheitlicher Idealismus – drunter läuft nichts. Als Basis diente zunächst der Ford A. Später entwickelte das Werk auf Grundlage des Ford Prefect (ja, das ist im Original ein Auto, keine Romanfigur) ein neues Auto das in wirklich großer Stückzahl produziert werden. So der Plan. 500 Wagen konnten gebaut werden bevor die Sowjetunion in den zweiten Weltkrieg eintrat und alle Ressourcen dem Militär untergeordnet wurden.

Um einen winzigen Teil seiner Schuld zu begleichen wurde die Produktionsanlage des Opel Kadett 1946 nach Moskau geliefert. Der Kadett war zu diesem Zeitpunkt das erfolgreichste Auto in Deutschland. Bis zum Produktionsstopp 1940 wurden knapp 108.000 Einheiten gebaut, was einem Marktanteil von 59 Prozent entsprach. In Russland lief das Auto dann in verschiedenen Versionen als Moskwitsch vom Band.

In Kaunas/Litauen steht nun ein 401.
Die letzte Generation des original Opel Kadett Nachbaus. Zugegeben, es ist für 15.000 britische Pfund nicht gerade ein Schnäppchen, aber vielleicht lässt sich ja noch verhandeln… Interesse? Dann bitte hier entlang.

Und hier geht es zur Börse.

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