Die Autoindustrie in Deutschland hat wieder Grund zu vorsichtigem Optimismus.
 

Aufschwung am deutschen Automarkt

Export und Inlandsproduktion zogen im September kräftig an – das Vorjahresniveau konnte somit wieder erreicht werden

03.10.2013 APA

Die deutschen Autobauer können vorsichtig aufatmen: Die Talfahrt in Deutschland scheint vorerst gestoppt. Export und Inlandsproduktion stiegen im September um 15 bzw. 14 Prozent, wodurch das gute Ergebnis der ersten neun Monate aus dem Vorjahr wieder erreicht werden konnte, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch in Berlin mitteilte: 3,14 Millionen Pkw wurden exportiert, 4,09 Millionen hergestellt.

„Deutscher Markt fängt sich“

Auch beim Absatz deutet sich in Deutschland eine Erholung an. Im September wurden rund 247.000 Personenwagen neu zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg berichtete. Das waren 1,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. „Es ist erkennbar, dass sich der deutsche Markt fängt“, bemerkte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Von Jänner bis September wurden 2,22 Millionen Neufahrzeuge für das deutsche Straßennetz angemeldet. Dies entspricht einem Minus von 6,0 Prozent verglichen mit den ersten neun Monaten 2012.

VW kämpft weiter mit Problemen, bleibt aber beliebteste Marke

Europas Branchenprimus Volkswagen ist auf dem wichtigen US-Automarkt unterdessen zurückgefallen. Der Verkauf der Marke schrumpfte im September um zwölf Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Es ist der kräftigste Rückgang des Autobauers in diesem Jahr. Seit Jänner summierte sich das Minus auf drei Prozent. In Deutschland sank die Zahl der VW-Neuzulassungen in den ersten neun Monaten sogar um 8,6 Prozent auf 471.000. Mit einem Anteil von 21,2 Prozent blieb VW die mit Abstand beliebteste Automarke.

Daimler produziert in Brasilien, Opel und PSA in Spanien, GM und PSA planen drei gemeinsame Projekte

Daimler kündigte an, in Brasilien wieder Autos zu produzieren. Aus einem neuen Werk bei São Paulo sollen 2016 die ersten Fahrzeuge vom Band rollen, bis zu 20.000 Fahrzeuge pro Jahr sollen in dem Werk produziert werden. In einem ersten Schritt investieren die Schwaben 170 Mio. Euro. Bis 2020 will Daimler auf dem brasilianischen Premiummarkt die Nummer eins sein. Die Partner Opel und PSA Peugeot Citroën aus Frankreich wollen Ende 2016 gemeinsam einen kleinen Lieferwagen auf den Markt bringen. Er soll im spanischen Saragossa montiert werden. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) und PSA hatten sich im vergangenen Dezember auf drei gemeinsame Projekte verständigt. Das sogenannte Multi-Purpose-Vehicles-Programm im Kleinwagensegment ist eines davon. Die Zusammenarbeit bei Einkauf, Logistik und Modellentwicklung soll Kosten sparen.

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