Audi-TT003
 

Testbericht: Audi TT

Man hätte die Ernsthaftigkeit eines TT nicht mehr beweisen müssen, Audi hat es trotzdem getan. Danke dafür.

26.07.2010 Autorevue Magazin

Der erste Audi TT wurde als Sport­wagen nicht zu hundert Prozent ernst genommen, obwohl er rein technisch all das Zeug dazu hatte. Seit dem Modellwechsel vor vier Jahren ist das kein Thema mehr. Der TT gilt als hübsche Alternative im Mittelfeld der Sportler, ob als Coupé oder als Roadster. Nun hat er eine subtile Überarbeitung erfahren. Die neuen vorderen Stoßfänger sorgen gemeinsam mit größeren Lufteinlässen für ein muskulöseres Auftreten, außerdem hat der Single-Frame-Grill ein neues Gitter bekommen. Das heißt: Die Spezialisten werden es sofort erkennen, aber der Alte wird deshalb nicht alt aussehen daneben.

Anzumerken ist, dass das Dach des Roadsters auf Wunsch mit elektrohydraulischem Antrieb ausgestattet ist, so kann es während der Fahrt bis 50 km/h geöffnet und geschlossen ­werden. Auch im Innenraum hat man ein paar Akzente gesetzt, die kurz und bündig mit „mehr Glanz“ zu beschreiben sind.

Substanzielle Änderungen finden wir unter der Motorhaube: Es gibt keinen 3,2-Liter-V6 mehr. Ein neuer vierzylindriger 2,0-TFSI-Motor ersetzt mit 211 PS diesen wie auch den alten 200-PS-Vierzylinder. Auch wenn wir uns nach wie vor und ­immer wieder schwer tun, Roadster und Diesel in Gedanken ­zusammenzuführen, in Wirklichkeit ist das längst State of the Art. Der Zweiliter-Diesel wurde jedenfalls um vier Kilogramm abgespeckt – nur damit Sie es wissen.

Interessante Neuigkeit beim Topmodell TT-RS: Ihn gibt es nun auch mit dem neu entwickelten siebenstufigen Doppel­kupplungsgetriebe, womit dieses Auto am Rand unmenschlichen Beschleunigungsvermögens kratzt: Nur 4,4 Sekunden bis zum Hunderter, und das mit Garantie, weil man ja nicht schalten muss.

Mehr zum Thema

Kommentare sind geschlossen.

pixel