Der Audi S1
Der Audi S1, gute Figur auf glattem Eis.
 

Vorstellung: Audi S1 2014

Dank Motorsteuerung und Klappenauspuff spielen 170 kW / 231 PS und 370 Nm aus zwei Litern Hubraum, verteilt auf vier Zylinder, die Musik.

13.03.2014 Press Inform

In Schweden gibt es drei Kronen, Rentiere, einen der besten Fußballspieler der Welt und die Testfahrt mit dem neuen Audi S1. Letzterer lässt sich sehr sportlich fahren und kann als Kampfansage Richtung Mini John Cooper Works interpretiert werden. Mit kraftvollem Sound geht es durch die schwedische Eiswelt. Dank Motorsteuerung und Klappenauspuff spielen 170 kW / 231 PS und 370 Nm aus zwei Litern Hubraum, verteilt auf vier Zylinder, die Musik. Fehlt etwas? In jedem Fall: das kernige Ploppen am Drehzahlende._Audi-S1-motor

Audi S1: Scharfe Rennsemmel

Einen scharfen Knallkörper im knappen Blechkleid des Audi A1 gab es bereits. In einer Winzlings-Auflage von 333 Stück ließen die Quattro-linge vor rund zwei Jahren einen 256 PS starken Mikro-Kraftprotz von der Leine. Nach der Kleinseriengeneralprobe kommt nun die Volumenkür. Der Audi S1 soll die ewige Legende von der scharfen Rennsemmel befeuern und den Mini-Jüngern zeigen, dass es unter den kleinen Kraftprotzen über 200 PS allemal ein Allradantrieb sein muss._Audi-S1-innen-vorne

Vier sind besser, als zwei

Wie sinnvoll das bei einem Kleinwagen wie dem Einsteiger-Audi ist, zeigt der 3,98 Meter lange S1 eindrucksvoll. Denn aus kernigen Kehren und winkeligen Ecken beschleunigt er, willig getrieben von seinem zwei Liter großen Turbo-Vierzylinder, enthusiastisch nach vorn und erspart einem zumindest weitgehend die nervigen Antriebskräfte. Klar, hätte man die kleine Pfefferschote aus Ingolstadt noch hecklastiger auslegen können und der Kraftfluss zur Hinterachse könnte gerade auf rutschigem Terrain bissiger sein. Doch der gut 1,3 Tonnen schwere S1 zeigt, wieso vier angetriebene Räder einfach besser sind als zwei. Dafür muss keiner auf eine regennasse Straße oder eine Schneepiste. Aus Gründen der Gewichtsverteilung ist die hydraulische Lamellenkupplung an der Hinterachse montiert. So liegt die Achslastverteilung bei 60:40 zugunsten der Vorderachse._Audi-S1-innen-hinten

Einfallsreich

Leider hat der Kunde keine Wahl und kann sich nicht für ein Doppelkupplungsgetriebe entscheiden. Das Triumvirat aus Variantenreichtum, Platzgründen und knapp 30 Kilogramm zusätzlichem Gewicht an der Vorderachse machte der S-Tronic den Gar aus. Je nach Untergrund wird die Motorleistung daher per Handschaltung zwischen den Achsen im Rahmen des möglichen variabel verteilt. Das Hinterachsdifferenzial ist dafür in der Reserveradwanne untergebracht; ein modifizierter Tank mit 45 Litern Volumen liegt über der Kardanwelle. Das ist einmal einfallsreich._Audi-S1-innen

Der S1 ist kein Krawallmacher

Die Fahrleistungen sind so, wie man es von einer kernigen Sportskanone her erwartet. 0 auf Tempo 100 schafft der Allradler in 5,9 Sekunden. Der Tatendrang endet bei 250 km/h und das maximale Drehmoment von 370 Nm liegt immerhin in einem Korridor von 1.600 bis 3.000 Touren an. Der Audi S1 ist kein Krawalleimer; keiner, der um jeden Preis die Backen aufbläst._Audi-S1-kofferraum

Hinten auffallend anders

Von vorne unterscheidet sich der Einser durch leicht geänderte Xenonscheinwerfer und einer leichten Schürzenstaffage von seinen zahmeren Brüdern. Allein am Heck sieht es mit geänderten Rückleuchten, dem schwarzen Heckklappenabschluss, Dachkantenspoiler und vierflutiger Abgasanlage schon anders aus. Die Fahrprogramme lassen sich via Knopfdruck variieren; doch die Unterscheidung zwischen den drei Modi könnte breiter gespreizt sein. Ein Sparstrumpf ist der Audi S1 ebenso wenig wie der fünftürige S1 Sportback, denn ein Normverbrauch von sieben Litern ist trotz Allradantrieb und sportlicher Ambitionen kein Spitzenwert._Audi-S1-seitenspiegel

Innen? Zurückhaltung

Auch innen geht es beim Audi S1 überraschend zurückhaltend zur Sache. Visuell lauter wird die Rennsemmel erst, wenn sich der Kurvenfan für das optionale Optikpaket entscheidet. Dann gibt es farbige Elemente an Mitteltunnel und den S-Sportsitzen, die die normalen Sportstühle nur auf Zuruf ersetzen und zusammen mit Edelstahlpedalerie für ein sportliches Erscheinungsbild sorgen. Dann wird es jedoch nichts mit dem Einstiegspreis von 34.900 Euro für den Audi S1 quattro 17“ und 36.160 für den S1 quattro 18“. Und wer weiß, vielleicht darf sich die Entwicklungs-Außenstelle Neckarsulm doch noch einem Einsteiger-Flitzer versuchen – dann mit dem RS im Signet.

Vielen Dank an Stefan Grundhoff von press-inform.com

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