Audi RS5 Cabriolet front
300 geht er dann doch nicht.
 

Testbericht: Audi RS5 Cabriolet

Je Leistung, desto mehr: Hier kommt Mister 450 PS.

23.08.2013 Autorevue Magazin

Das RS5 Cabrio geht leider nur 250, aber wer nach dem Kauf noch 2.099 Euro übrig hat, kann dem Auto einen Chip-Eingriff verordnen, damit es die 280 erreicht, leider nicht 300, aber man kann bekanntlich nicht alles haben.

Audi RS5 Cabriolet felge

Wahrlich: In Sachen Leistung enttäuscht der Audi RS5 nicht

Freilich aber eh viel. Für ein Geringes über 100.000 Euro wird ein 450-PS-Geschoss geliefert, aus dessen sehr hochdrehendem Vierliter-Achtzylindermotor der maskulinste Klang herauskommt. Dank Cabrio hören das auch die ­Insassen gut. Es gibt Lenkradpaddles, und beim Runterschalten fahren scharf gebellte Zwischengastöne aus dem Soundmodulator direkt in die Seele. Das ist vielleicht das Beste an diesem Auto, seine zentrale Äußerung: Hier kann man sich eine wirklich arge Anmutung zu Gemüte führen, aber man kann es auch bleiben lassen. Im Automatikmodus und der Drive-Select-Einstellung „comfort“ unterbleibt das Zwischengas und man ist dann akustisch kaum peinlich.

Auch optisch nicht, denn das Auto ist halbwegs zurückhaltend, ein paar Schweller, ein sportlicher Kühlergrill und ein kleiner Heckspoiler.Audi RS5 Cabriolet Schalthebel

Drive Select hält „comfort“, „auto“ und „dynamic“ bereit. Letzteres wirkt eskalierend auf Gaspedalkennlinie und Getriebemodus ein, nicht aber auf die Dämpfung. Dafür braucht es das fast 3.000 Euro teure Sportfahrwerk. Aber braucht es das echt? Sagen wir eher so: Der RS5 ist die Summe seiner Möglichkeiten, die nicht auszuschöpfen erhebende Momente bereitet – manchmal. Wozu man aber heutzutage mehr als doppelt so viel Geld ausgeben soll, als ein A5 Cabrio mit ­gutem 180-PS-Benziner kostet, nun, das können wir Ihnen auch nicht sagen.

Audi RS5 Cabriolet rueckbank

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