Audi Q3 2,0 TDI quattro S-tronic seite
Nach 27.000 km polarisiert die Farbe noch immmer, was uns nur recht ist.
 

Dauertest-Zwischenbericht: Audi Q3 2,0 TDI quattro S-tronic

Dauertest Zwischenbericht – Wenn eine Idee schrumpft, kann sie innerlich wachsen und groß werden für (fast) alle Aufgaben.

12.09.2013 Autorevue Magazin

Dass der Audi Q3 auf diesen Fotos im Schnee fährt, liegt nicht am Schnee, sondern an uns und dem Auto: Wer so ­viele Allround-Qualitäten auf die Straße stellt, will diese manchmal verlassen, um sich nicht fremd vorkzukommen. Und in der Fremde ist er manchmal mehr daheim als daheim, wenn wir alle jetzt noch wissen, was ich meine.

Zum Beispiel dies, kurz ­gesagt: Wir waren im ersten Halbjahr viel unterwegs, etwas über 27.000 km sind zusammengekommen, da wächst man mit einem Auto schon ordentlich zusammen, oder eben nicht. Die Farbe, zum Beispiel, polarisiert noch immer, was uns nur recht ist: Beiläufig abgenicktes Silber gibt’s viel zu oft im Straßenbild, da sind wir gerne bunt gekleidet.

Bekanntes Gesicht

Aufs Design war das Straßenbild durch Q7 und Q5 ­vorbereitet (und durch alle ­anderen Audis irgendwie auch), da fällt unser Q3 selbst den Audiologen kaum auf. Zur Frage, ob er denn groß oder klein wäre, herrscht nun weniger Einigkeit als zu Dauertest-Beginn. Durch die wuchtige Linie nimmt man ihn als groß und üppig wahr, was er drin zumindest im Kofferraum nicht hält: Will man zu dritt ein paar Tage verreisen, wird auch ein bisserl Gepäck im Fond Platz nehmen. Die Passagiere ruhen aber so selbstverständlich in ihren Sitzen, dass sie keinerlei Kritik äußern: Selbst in der zweiten Reihe wird man von Sitzen und Atmosphäre (hier beledert, um 2.494 Euro Aufpreis) so heimelig umfangen, dass man sich fühlt, als säße man schon immer hier, minus Ermüdungs­erscheinungen. Die kommen nämlich nicht auf, selbst auf sehr weiten Reisen konnten wir sie nicht herbeifahren.

Audi Q3 2,0 TDI quattro S-tronic kofferraum

Eher kompakt ist der Kofferraum, und dass die kompletten Rücklichter mit der Heckklappe öffnen, wäre der Ladeöffnung kein Anliegen.

Unwidersprochen fein schmiegt sich der Motor in alle Aufgaben, die man ihm stellt:

Gegen den 2,0 TDI mit 177 PS spricht überhaupt nix mit ­Ausnahme der Summen für Steuer, Versicherung und Kauf – unter­wegs aber spielt er jene Talente für alles rein, die man am gesamten Auto mag, sonst hätte man es nicht. Subjektiv ist immer mehr Kraft sprungbereit, als man gerade abruft, die 1585 kg des Q3 machen sich da weniger wichtig als bisweilen die Geräuschkulisse: Bei Autobahntempo reist ein Brummen mit, das zwar dezent bleibt, aber dennoch nicht mehr aus dem Ohr will, hat man es einmal bemerkt.

Beim stärksten TDI ist der Allradantrieb quattro immer dabei, Sparversionen sehen wie gesagt anders aus. Über den Allradantrieb gibt’s nicht viel zu sagen, diese Unauffälligkeit ist systemimmanent: Er erkennt potenzielle Ausrutscher viel flinker, als wir das könnten, und hält dagegen, auf dass wir erst recht nichts merken. Genauso erleben wir ihn jetzt, im zeitweise niedersinkenden Schnee.

Audi Q3 2,0 TDI quattro S-tronic heckansicht

Die Form der ­Rücklichter zieht eine Trennlinie zum Q5.

Notizen über Details:

Die Rücklichter schwingen mit der Heckklappe nach oben, und damit der Q3 dann noch beleuchtet ist, gibt’s kleinere Lichter in der Stoßstange. ­Allerdings ist die Ladeluke ­wesentlich kleiner als die Heckklappe, da bleibt viel nacktes Blech stehen, weshalb die Rückleuchten gar nicht mit aufgehen müssten – die ganze Übung als Zeichen leichter, ­intelligenter Technologie zu sehen, fällt also ein bisserl schwer, und die Gewichts­spirale dreht man so auch nicht nach unten.

Audi Q3 2,0 TDI quattro S-tronic anzeige

Wunderbar abgestimmt ist die Sitzheizung, sie merkt sich am Fahrersitz die gewählte Stufe sogar bis zum nächsten Start. (Am Beifahrersitz nicht, dort sitzt aber auch nicht immer wer, wenn das Auto fährt.) Die gleiche Merkfähigkeit ­würden wir uns beim Scheibenwischer wünschen, den man nach jedem Start aus- und wieder einschalten muss, wenn er wie vorher weiterarbeiten soll.

Weiterarbeiten wird auch der Q3, Abschlussbilanz in ­einem halben Jahr – inklusive Kostenrechnung und der ­Frage, ob sich der Verbrauch noch unter den derzeitigen Schnitt von 7,8 Liter/100 km ­drücken lässt.

Hier finden Sie den Dauertest-Abschlussbericht des Audi Q3 2,0 TDI quattro S-tronic.

Hier finden Sie den Dauertest-Einstiegssbericht des Audi Q3 2,0 TDI quattro S-tronic.

 

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