Audi A6 Allroad quattro Seitenansicht
Verdichtete Landlebenfolklore dank hochglänzender Schutzblechsymbolik mit sündhaften 20-Zoll-Leichtmetallrädern.
 

Vorstellung: Audi A6 Allroad quattro

Rustikalisierung unseres Alltags bei weiterem Zuwachs an innerer Grandezza.

05.05.2012 Autorevue Magazin

Den Audi A6 Allroad brauchen wir nicht lange zu erklären, schließlich gibt es diese Modellvariante des Audi A6 Avant seit dem Jahr 2000. Er ist sozusagen der Allrad-Kombi in der Lederhose. Audi sagt das selber recht schön: „Er pflegt in vielen Details einen eigenen robusten Stil.“ Aber nicht alles ist bloß Maskerade. Neigungswinkelanzeige und Bergabfahrassistent sollen die Dramatik der alpinen Fortbewegung auch im Inneren sichtbar und spürbar machen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist jedenfalls die Luftfederung mit geregelter Dämpfung. Auch die extragroßen Räder mit 18 oder gar 20 Zoll sollen ein bissl vom Klettern erzählen, sind dafür aber in ihrer Noblesse eher weniger geeignet.

Der feine Wagen ist mit vier verschiedenen V6-Motoren erhältlich: drei Turbodiesel, einer davon mit zwei Turbos, und ein ebenfalls aufgeladener Direkteinspritzbenziner. Das ganze Auto erlaubt sich gar nicht erst den Versuch, jemandem zu ­gefallen, der dafür das Geld mühsam zusammenkratzen muss. Wem es ganz locker sitzt, der kann aus zahlreichen ­Extras und hochintelligenten Assistenzsystemen wählen.

Erhebend ist zum Beispiel der Blick in die geraffte Aufpreisliste: Da finden wir Extras, für deren Preis wir gute Gebrauchtwagen bekommen könnten, etwa das „Business-Paket plus“ für 7.582 Euro oder die B&O Stereoanlage für knapp 8.000 Euro. 3.207 Euro kostet die LED-Scheinwerfer-Einheit, sie ist deshalb so teuer, weil es sich wirklich um die allerneueste Technologie handelt. Und so Kleinigkeiten wie ein Head-Up-Display schlagen immer noch mit 1.800 Euro zu Buche. Herrlich bunte Welt der Individualisierung! Und aufgepasst! Die Farbe Javabraun gibt es nun beim Allroad, und nur hier!

Zurück auf den Boden der Grundwerte eines Automobils: Der Audi A6 Allroad wird ausschließlich mit hochkultivierten Dreiliter-Sechszylindern verkauft, nicht unter 200 PS. Dabei wirken die Verbrauchswerte wie aus der Kompaktklasse, beginnend mit 159 g/km CO2 für den 204-PS-Diesel, und das trotz Allradantrieb und geringer Entfernung zur 2-Tonnen-Marke beim Gewicht.

Kernstück und jenes Detail, das die Sonderstellung des Allroad in der Modellpalette prägt, ist die Luftfederung, die über das System Drive Select auch mit dem Antrieb vernetzt ist ­(serienmäßig!). So wird die Vielfalt der Funktionen beherrschbar, könnte man sagen. Dämpfung und Boden­freiheit werden automatisch dem ­Fahrstil angepasst. Man kann aber auch selbst ein bissl einstellen spielen. Auch in Sachen Assistenzsysteme befinden wir uns hier ganz oben. Nur ein Punkt herausgegriffen: Der ­Active Lane Assist warnt nicht nur bei drohendem un­beab­sich­tigtem Spurwechsel, sondern lenkt auch gleich sanft ­zurück. Sogar Intensität und Zeitpunkt (früher oder später) lassen sich individuell ein­stellen. 

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