Audi A3 2012
Die Bildgalerie dient an dieser Stelle dazu, die wichtigsten Neuerungen einzufangen.
 

Vorstellung: Audi A3

Die dritte Auflage des Audi A3 braucht nicht die Welt zu verändern. Doch damit sie so bleibt, wie sie ist (mit Audi ganz vorne), hat man vieles verbessert.

16.07.2012 Autorevue Magazin

Premium-kompakt ist inzwischen schon eine etablierte Größe. Der 1er-BMW ist seit 2004 am Markt und gerade erst runderneuert worden, die A-Klasse von Mercedes, die mit doppeltem Fahrzeugboden einst die Kompaktklasse neu erfinden wollte (1997), kommt in Kürze völlig verändert – und technisch einigermaßen konventionell. Jetzt ist auch der Audi A3 für eine Neuauf­lage dran. Audi agiert ja sehr umsichtig beim Design, kein Wunder, was sollte man schon groß ändern, wenn ohnehin ­alles bestens läuft. So bietet der neue A3 fürs Erste einmal ein Bild, das alle Erwartungen an jemand erfüllt, der keinen Stress hat. Als echten Akzent bekam er immerhin diese typische scharfe Seitenlinie, die man stolz Tornadolinie nennt.

Was angesichts der zärtlichen äußeren Verjüngung betont werden muss: Das Auto ist wirklich neu. So wurde beispielsweise mit Akribie Gewicht eingespart. Und man hat viele Möglichkeiten gefunden, dass der Audi A3 jetzt leichter ist als sein Vorgänger und nur mehr so schwer wie der Allererste seiner Art vor 16 Jahren, wie Audi sagt (was nicht ganz stimmt, aber so ziemlich). Das Gewicht des Einstiegsmodells wurde also auf 1175 kg abgesenkt. Das war nicht leicht, schließlich konnte man nix wirklich weglassen, im Gegenteil, es muss immer mehr dazugepackt werden, zum Beispiel ein Knieairbag, um nur ein Detail zu nennen.

 

Audi A3 2012

 

Das größte Potenzial zur Gewichtseinsparung liegt ­offenbar immer noch an der nackten Hardware, sprich Karosserie. Die Verwendung von allzu viel Aluminium kommt in dieser Fahrzeugklasse zu teuer, zumal heute warm geformte höchstfeste Stahlbleche extreme Steifigkeit bei sehr geringer Wandstärke bringen. Gleichzeitig: Türen und Motorhaube sind aus Aluminium, genauso wie jetzt der Motorblock des Benziners und zunehmend Teile des Fahrwerks. Das Wichtigste bei dieser Mischbauweise ist ja, dass es zwischen Stahl und Alu zu keiner Kontaktkorrosion kommt.

Im unabdingbaren Kampf um weniger Verbrauch und sauberes Abgas werden immer mehr alte Motoren ausge­mustert und neue eingeführt. So ist die Angebotspalette zum Marktstart in Österreich im Herbst relativ schmal. Man beginnt mit den vorerst stärkeren Modellen, einem Benziner (1,4 TFSI/122 PS) und einem Diesel (2,0 TDI/150 PS), beide kombinierbar nur mit dem manuellen Sechsganggetriebe. Im vierten Quartal geht’s dann richtig los. Dann kommt auch die Benzin-Einstiegsvariante mit 105-PS und ein genauso moderat motorisierter Diesel. Weiters wird es dann auch den 1,4 TFSI mit 140 PS geben und einen 1,8 TFSI mit 180 PS. Auch Siebengang-Doppelkupplungs-Automatik und Quattro kommen sukzessive. Der fünftürige Sportback folgt dann im neuen Jahr.

Die Highlights des Antriebs: Sauger sind abgeschafft, es gibt nur mehr turbogeladene Aggregate. Hervorzuheben ist der 1,4 TFSI, der in seiner 140-PS-Version eine so genannte Zylinderabschaltung bereithält, um damit zusätzliches Sparpotenzial zu erschließen.

 

Audi A3 2012

 

Zylinderabschaltung ist eine vieldiskutierte Maßnahme, bei der im Teillastbereich die Verbrennung in zwei Zylindern eingestellt wird, um die Verbrennung in den verbleibenden zwei Zylindern in einen Lastbereich mit besserem Wirkungsgrad zu verschieben. Unser Urteil: Dies erscheint als zielführende Methode, nicht nur, um noch ein paar Gramm CO2 einzusparen, sondern auch die mitunter große Spreizung zwischen Normverbrauch und wahrem Leben zu verringern. Wir sind schon gespannt. Beim Fahren merkt man jedenfalls (fast) nichts davon. Apropos CO2: In der Klasse der Premium-Kompakten fühlt man sich natürlich verpflichtet, auch ein Modell unter 100 Gramm CO2 pro km anzubieten. Für diese Rolle ist naturgemäß der 1,6-l-105-PS-TDI vorgesehen, der bald nach der Markteinführung folgen wird.

 

Audi A3 2012

 

Auch wenn der Audi A3 tradi­tionellerweise am liebsten in seiner preisgünstigsten Ausstattungslinie „Attraction“ ­geordert wird, spielen Zusatzfunktionen eine ständig steigende Rolle. Bei Audi sind nun wieder zahlreiche feine Features aus den noblen Sphären in die Bestelllisten des A3 hinuntergerutscht. So werden bald nach Serien­anlauf neben den Xenon-Scheinwerfern auch Voll-LED-Scheinwerfer angeboten. Auch sicherheits- und multimediatechnisch will man sich nicht alleine durch das umfangreiche Angebot an hochgezwirbelter Technologie von der breiten Masse der Kompaktwagen absetzen. Automatische Funktionen sind nicht nur bei einem Zulieferer bestellt, um die Aufpreisliste anzureichern, sondern jeweils als Bestandteil eines Gesamtkonzepts integriert. Die Variabilität vieler Funktionen spielt eine Schlüsselrolle, und zwar unter vielfältiger Vernetzung untereinander.

Einen Trailer zum neuen Audi A3 haben wur auch:

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