Audi A1 Sportback 1,4 TFSI Ambition Seitenansicht
Zwei Extratüren.
 

Testbericht: Audi A1 Sportback 1,4 TFSI

Wie zwei Extratüren deutlich erhöhten Anspruchseifer hervorrufen, obwohl deshalb auch nicht mehr Platz entstanden ist.

28.04.2012 Autorevue Magazin

Wo sich Türen öffnen, setzt auch gleich Wirbel ein und emsiges Herumrücken. Vorne geht links vor rechts, hinten verhält es sich im fünftürigen Sportback genau umgekehrt: Der Beifahrersitz lässt ein bisschen mehr Raum hinter seiner Lehne, weil man dort ja keine Pedale bedienen und nicht ­lenken muss, also knapper ans Handschuhfach he­ranfahren kann. Kinder haben es auf jeden Fall leichter, und wer sich die Option auf drei Plätze hinten einräumen will, kann die Fondsitzbank ohne Aufpreis auch ohne Becherhalter-Mittelkonsole bestellen.

Der Audi A1 Sportback ist einen Viertel­meter kürzer als ein Golf.

Das spürt man schon ziemlich deutlich – vor allem auch beim Einparken. Selten sonst hat man die Gelegenheit, einmal einem Mini Countryman, ­diesem adipösen Jugendverschnitt, beim Einfädeln die lange Nase zu zeigen, selbst schlank und schön und ­begehrlich jugendlich.

Beinahe besser als das knappe Maß des Audi A1 ist seine elegante Gestalt, die nicht ­gehorsam alle Ecken ausnützt und mit anmutig raumver­geudenden Schrägen arbeitet. ­Diese Grazie ist ein täglicher Genuss. Dabei ist nicht zu leugnen, dass beim A1 Sportback durch das Aufteilen der Flankenlänge auf zwei Tür­ebenen der vordere Einstieg gegenüber dem Dreitürer an Großzügigkeit eingebüßt hat.

Hinten muss man beim Einsteigen den Kopf betont gut einziehen. Die Höhe der Türöffnung ist niedriger als der Raum dahinter, dafür geht sich wegen der gehobenen Dachlinie drinnen eine luftig aufrechte Sitz­position aus. Der Kofferraum ist baugleich wie beim Dreitürer, 270 Liter reichen für einen üp­pi­­gen Single-Mom-mit-­Kücken-Wochenend-Einkauf, und für Boutiquen-Taschen sind meist genug freie Sitze übrig.

Der Lebensstil des A1-Fahrers darf als eher dynamisch eingestuft werden.

In unserem Fall hat der wunderbare 1,4-Turbo-DI-Motor, der aus dem Stand so viel Punch zusammenbringt, dass schon einmal keck die Reifen quietschen, durch seine Leichtfüßigkeit regelrechte Euphorie ausgelöst. Ein Auto voll Power-Yoga-Elan. Das Sportfahrwerk, das wie die Sportsitze und das Sportlederlenkrad in der „Ambition“-Ausstattung serienmäßig ist, trägt dazu noch das Seine bei.

Die knapp 24.000 Euro für das atmosphärische Luxus-Kon­densat unseres Test-A1 sind durchaus in Ordnung: Die ­Tücke liegt im Detail. Der ­spezielle Metallic-Lack dieses A1 kostet in Wahrheit 2.673 Euro. Er ist zwingend an zwei unterschiedliche S-Line-Pakete gebunden. Wenn man sich nicht so kapriziert, geht Metallic auch für 597 Euro.

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