B.A. Baracus
 

Surfen auf der roten Linie

Der Kultbus feiert 30-jähriges Jubiläum, mitsamt dem A-Team

01.03.2013 Online Redaktion

Mit welchem Auto würden Sie herumfahren, wenn Sie auf der Flucht vor der Militärpolizei sind? Silberner Golf TDI? Graue Mittelklasselimousine? Feigling! Wer richtig Mut hat, besorgt sich ein Haus von einem Van, legt ihn tiefer, baut Breitreifen drauf und lackiert ihn schwarz/grau, mit einer roten Linie dazwischen. So wie Brosco Albert „Kein Friseur ohne Malheur“ Baracus.

B.A. Baracus

Anfang 1983 scheucht der goldbehängte Pumper erstmals seinen GMC Vandura über die amerikanischen Fernsehschirme, zusammen mit der restlichen Besetzung des A-Teams in der gleichnamigen Actionserie. Das A-Team jagt und wird gejagt, überall lauert das Böse. Und armselige Würstl, die beschützt werden müssen von vier Kriegsveteranen. Klar, dass der Bus dabei hart rangenommen wird. Dass er in einer Folge zerschossen wird und in der nächsten wieder wie neu dasteht, geht als Teil amerikanischer Filmdialektik durch, diverse Filmfehler (Templeton „Face“ Peck springt durch ein Schiebedach, das gar nicht da ist) lassen Erinnerungen an die Laisser-faire der Achtziger-Jahre hochkommen, und an konturlose Velours-Sitze und teigige Lenkungen.

Der GMC ist jedenfalls zur Legende geworden, allein der absonderliche Name „Vandura“ prädestinierte ihn dazu. Deshalb hat sich, ähnlich wie bei KITT, dem Siri der Achtziger-Jahre, eine große Fangemeinde entwickelt, die armselig zerlepperte Vans aufkauft und zu schmucken Replikas umbaut. So wie Mark Osborne aus Arkansas, dessen Van in der Bildergalerie zu sehen ist. Wer auf den Geschmack gekommen ist, wende sich vertrauensvoll an das Team von dreamcars in Italien, wo Replikas nach Kundenwunsch hergestellt werden. Natürlich eignet sich so ein Ding  hervorragend für den großen Auftritt, weshalb man die beste Replika Großbritanniens gleich mieten kann, inklusive „Massive soundsystem“ und „A-Team theme tune on repeat“. Ideal für Hochzeiten und/oder Scheidungen.

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