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Aston Martin Yacht: Zurück an sichere Ufer

Die Aston Martin Yacht ist vor allem eines: ein Zeichen neuen Selbstvertrauens. Das braucht es auch nach turbulenten Jahren.

12.05.2015 Online Redaktion

Jetzt gibt es schon wieder etwas Neues. Eine Aston Martin Yacht. Der englische Autobauer hat sich mit Quintessence zusammen getan, einem holländischen Bootsbauer, um eine sportliche, schlanke und luxuriöse Yacht zu entwickeln. Das hat auch funktioniert.

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© Bild: Aston Martin

Eine Yacht als Hoffnungsbringer

Der Prestige-Schwimmer ist 11,3 Meter lang und soll eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Stundekilometern leisten (60 Knoten), sofern sich der Kunde die S-Version leistet. In der normalen Ausführung liegt die Höchstgeschwindigkeit bei rund 90 Stundenkilometern (50 Knoten). Allerdings haben weder Aston Martin noch Quintessence Angaben zur Motorisierung gemacht. Wir hoffen ja auf eine Verwendung des hauseigenen Zwölfzylinders. Für die Aston Martin Yacht sollen reichlich Leichtbau-Materialien verwendet werden. Innen soll die Luxus-Klaviatur gespielt werden. Vor allem was das Gestühl und die Instrumente angeht (HD-Touchscreen).

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© Bild: Aston Martin

Für Aston Martin geht es in letzter Zeit steil bergauf. Die Marke ist dank des neuen James Bond Film stark in den Medien vertreten, noch bevor der Streifen überhaupt offiziell beworben wird. Dazu kommt eine offensive Produktpolitik. Bis Ende des Jahrzehnts – und das sind nur noch 4,5 Jahre – wird es ein Aston Martin SUV geben, ein Lagonda soll den Rapide ersetzen, alle aktuellen Zweitürer sollen überarbeitet werden und der Vantage GT12 soll endlich fertig gestellt sein.

Dieses große Kino, das feurige Spektakel, ist auch das Ergebnis des Führungswechsels. Nachdem Ulrich Bez Ende 2013 seinen Rücktritt verkündete, fand Aston Martin monatelang keinen Nachfolger. Dann kam Andrew Palmer. Der war vorher bei Nissan für die Produktplanung zuständig und rangierte dort nur eine Organigramm-Ebene unter Carlos Ghosn.

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© Bild: Aston Martin

Die Probleme scheinen gelöst

Zu diesem Zeitpunkt häuften sich die Probleme schon. 17.590 Fahrzeuge musste Aston Martin wegen gefälschter Plastikteile eines chinesischen Zulieferers zurückrufen (das sind knapp vier Jahresproduktionen). Der Jahresverlust belief sich auf 32 Millionen Euro (was immerhin ein Drittel weniger war als 2012). Dazu kamen Crashtest-Probleme mit dem DB9 und dem Vantage in den USA.

Nur eines konnte sich Palmer sicher sein: der Unterstützung der Investoren Investment Dar aus Kuwait und Invest-Industrial aus Italien. Die garantierten 840 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre. Das Ziel ist die Absatzsteigerung von derzeit rund 4.000 Autos pro Jahr auf 7.000 Autos. 2016 will die Marke wieder in den schwarzen Zahlen sein.

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