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Image und Optik wären Ideal, um mit einem Elektroantrieb dem Tesla Model S Konkurrenz zu machen.
 

Aston Martin Rapide: Neuer Tesla-Konkurrent

Aston Martin arbeitet gerüchtehalber an einem elektrifiziertem Rapide. Diese Variante wäre ein direkter Konkurrent zu Tesla.

09.04.2015 Online Redaktion

Vier Türen, vier bequeme Sitzplätze, Fahrleistungen, dass einem die Tränen zu den Ohren laufen beim Beschleunigen und ein rein elektrischer Antrieb. Bislang ist Tesla mit dem Model S in diesem Segment allein auf weiter Flur. Ob erfolgreich oder nicht, das wird die Zukunft zeigen, schließlich hat die Marke noch nie auch nur einen Euro Gewinn erwirtschaftet, aber die Aktie boomt.

Aston Martin Rapide als Elektroauto

Von diesem Image-Kuchen möchte jetzt scheinbar auch Aston Martin etwas haben. Die Engländer entwickeln derzeit einen voll elektrischen Rapide – wenn man Gerüchten glauben möchte. Eine offizielle Stellungnahme seitens der Marke gab es nicht.

Die Studie beschreibt Andy Palmer, der CEO der Marke, mit den Worten „1000 Horsepower“. Das wären Werte, die einer Studie gebühren. Für eine Serienversion wären sie eher ein reiner Phantasiewert.

In Genf zeigte Aston Martin mit dem DBX schon ein Elektroauto. Wenn auch ein sehr realitätsfernes.
© Bild: Aston Martin

Hintergrund der Gerüchte ist ein Interview, das Palmer dem Magazin „Car and Driver“ gab. Darin sagte er, dass er nicht der Mensch sein wolle, der den 12-Zylinder aus dem Programm nimmt. Um aber die strengen Flottenverbrauchswerte zu erfüllen, müsste er entweder genau das tun, oder einen Low- oder Zero-Emission-Wagen auf den Markt bringen.

DBX als Ausblick auf die Zukunft

In Genf hatte Aston Martin genau das stehen – in Form des DBX. Ein zweitüriger Gran Turismo mit Radnabenmotoren. Die Studie gibt die Richtung an, in die es gehen soll. Groß, teuer, kraftvoll. Die Kunden in den arabischen Ländern gehen nicht aus und in China wachsen sie gerade erst heran. Doch offensichtlich ist auch der Elektroantrieb eine echte Option für Aston Martin. In der Praxis dann wohl eher mit einem konventionellen Elektromotor.

Aston Martin erhält heuer außerdem rund 9,5 Millionen Euro aus einem Wachstumsfond der britischen Regierung. Auflage ist, dass die Marke seine Produktpalette und seine Exportmärkte erweitert.

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  • Heribert Hegedys

    Nachdem Tesla S leider gewisse Ähnlichkeiten mit japanisch-, chinesisch- oder koreanischem Design aufweist, würde ein Elektroaston in optischer Qualität eines Rapide oder DB9 durchaus in diesem Segment zwischen „Ökocoolness“ und „wer hat mehr Nachhaltigkeitsimage auf der mobilen Visitenkarte“ passen und deutlich mitnaschen können. Auf das der Elektromobilität die „Körndlesser – Hosenträger“ erspart bleiben. Ein Einstiegspreis (einer meinetwegen nach oben offenen Skala) sollte allerdings nicht mehr als 10 – 15% über den aktuell vertrauenswürdigsten Anbieter (Tesla) in diesem Segment liegen. Sollte der Grundpreis der Rapide aber noch zusätzlich aufgefettet oder auch nur gehalten werden, dann wird es wohl nur ein neues Spielzeug für Scheichs, oder für e-technikverspielte Techniker werden. Eines möchte ich aber nicht unerwähnt lassen: Elektromobilität bitte nur in Kombination mit weiteren Ausbau (Gewinnung und Speicherung) eines solaren Energieausbaus (gerne in Kombination mit Wind und Gezeiten) und nicht um ein einfaches Umsatzplus der E – Wirtschaft und ihren europaweiten „Schandstromhandel“ anzukurbeln.

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