Aston Martin DB9 dyn voli
Voilà, der neue Aston Martin DB9.
 

Namensspiele

Aston Martin präsentiert einen neuen DB9, der keiner ist.

19.09.2012 Online Redaktion

Sieben Seiten Pressetext hat Aston Martin heute ausgeschickt. Sieben Seiten, auf denen mit abenteuerlichen Worthülsen aus einem kleinen technischen Update und einer Namensänderung eine Weltneuheit wird. Der neue Aston Martin DB9.

Der Untertitel „Best of British“ mag stimmen, der DB9 ein hervorragendes Auto sein, aber auch, wenn es von offizieller Seite dementiert wird: Das ist der Aston Martin Virage, der letzten Sommer vorgestellt wurde und dessen Produktion „mit sofortiger Wirkung eingestellt wird“. Gleich lang, gleich breit, gleich schwer, zwei Millimeter niedriger. Wer im Design einen Unterschied feststellt, bekommt eine Urkunde. Wir haben nur die schwarzen Spiegelkappen gefunden und den etwas markanteren Heckspoiler (je nach Blickwinkel).

Technische Updates gibt es im Detail: der Motor leistet nunmehr 380 kW (517 PS) statt bisher im Virage 365 kW (497 PS). Das maximale Drehmoment wurde auf 620 Nm angehoben und steht nun schon bei 5500 Touren an. Die Leistungsdaten jedoch sind gleich geblieben: 295 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit, 0-100 in 4,6 Sekunden. Um den Vorgaben in Sachen Fußgängersicherheit zu entsprechen, wurde der Vorderbau adaptiert und der Motor tiefer eingebaut. Damit kommt man ohne aktive Schutzsysteme aus.

Das adaptive Dämpfersystem ADS (sic!) verfügt nun zusätzlich über einen besonders straffen Rennstrecken-Modus, damit bietet der DB9 die Spreizung zwischen Langstreckencruiser und Sportwagen, die den Virage letztes Jahr überhaupt erforderlich machte. That’s it. Mehr Unterschiede können wir nicht feststellen. Die Karbon-Keramik-Bremsen hat der Virage ebenso serienmäßig wie die Kontrastkeder auf dem Armaturenbrett.

Wo bei den geschliffenen Glastasten im Innenraum die Innovation liegt, ist uns ebenso rätselhaft wie Besonderheit des Lichtsensors, der im Grundpreis von 220.333,- Euro inkludiert ist und dem in der Pressemitteilung ein eigener Absatz gewidmet ist. Ihm zufolge kann die Beleuchtung nunmehr „von einem neuen Bedienfeld auf der Instrumententafel unterhalb des Lüftungsauslasses auf der Fahrerseite“ aktiviert werden. Also wie in einem VW Golf oder Lada Kalina. Ein Regensensor ist auch serienmäßig. So kann man sieben Seiten füllen.

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