dacia protest demonstration
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Arbeiter der rumänischen Autofabrik Dacia demonstrierten für Autobahn

Autobahn von Mioveni Richtung Westen soll Autoexporte erleichtern.

06.03.2014 APA

Bukarest. Rund 11.000 Menschen haben am Mittwoch im südrumänischen Mioveni für den Bau einer Autobahn demonstriert. Es handelte sich vor allem um Arbeiter des dort ansässigen Automobilwerks Dacia, mehrheitlich im Besitz des französischen Konzerns Renault, eines der größten Arbeitgeber Rumäniens.

Präsident fürchtet Abzug von Renault aus Rumänien

Zentrale Forderung war der Bau einer Autobahn von Mioveni Richtung Westen, um den Export der bei Dacia produzierten Autos zu erleichtern, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax.

Um das schon lange im Raum stehende Autobahnprojekt herrscht Streit, weil einige Regierungsmitglieder dafür eine Route bevorzugen, die für den Transport aus Mioveni gen Westen einen langen Umweg bedeuten würde. Rumäniens Staatspräsident Traian Basescu hatte davor gewarnt, dass Renault sich aus Rumänien zurückziehen könnte, falls die günstigere Autobahn-Anbindung ausbleibt. Renault hatte dies aber dementiert.

Die Demonstranten waren einem Aufruf ihrer Gewerkschaft gefolgt. Sie beanstandeten außerdem, dass das Arbeitsgesetz sie benachteilige, weil es befristete Arbeitsverträge begünstige. Zudem verlangten sie eine Verbesserung der Facharbeiter-Ausbildung sowie staatliche finanzielle Starthilfen für neue Unternehmen.

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