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Anpassung der Lkw-Maut für 2014 von Regierung abgesegnet

Lediglich eine minimale Änderung gegenüber dem Begutachtungsentwurf – Frächter kritisieren Mautanpassung

18.12.2013 APA

Die Anpassung der Lkw-Maut für 2014 wurde von der Regierung abgesegnet. Gegenüber dem Begutachtungsentwurf gab es lediglich eine minimale Änderung. Die Maut für Schwerfahrzeuge über 3,5 Tonnen (inklusive Busse) wird – wie in den vergangenen Jahren – an die Inflationsrate angepasst, konkret um 2,5 Prozent erhöht. Die Tarife für den Schadstoffausstoß wurden dem technischen Fortschritt angepasst.

Frächter kritisieren Mautanpassung

Von den Frächtern kam am Mittwoch Kritik an der Mautanpassung. Sie fürchten eine Verteuerung der Abgaben um bis zu neun Prozent. Dem entgegnet Asfinag-Chef Klaus Schierhackl: „Mehr ‚grüne‘ Lkw führen dazu, dass ein Viertel der Fahrleistung im Malus die restlichen drei Viertel im Bonus finanzieren müssen. Handlungsbedarf ist somit gegeben – denn aus der Ökologisierung soll es weder Mehreinnahmen noch einen Einnahmenrückgang geben.“

Bundessparte Transport und Verkehr will EU-Rechtskonformität der österreichischen Regelung prüfen lassen

Die neuen Grundkilometertarife betragen ab dem neuen Jahr 16,2 Cent für EURO VI, 16,7 Cent für EEV, 18,5 Cent EURO IV und V und 20,8 Cent für EURO 0 bis III (jeweils ohne USt). „Dieser zusätzliche Kostenschub ist für die Wettbewerbsfähigkeit der Transportbranche und für die Standortsicherheit absolut schädlich und aus Sicht der Verkehrsbranche ein denkbar schlechter Start in die neue Legislaturperiode“, kritisiert Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr. Er will sich an die Europäische Kommission wenden, um die EU-Rechtskonformität der österreichischen Regelung prüfen zu lassen.

„Ökologisierung“ soll alle zwei Jahre der technischen Entwicklung angepasst werden

Die Einführung der Verrechnung nach Schadstoffklassen – ergänzend zur Anzahl der Achsen – erfolgte 2010, laut Regierungsübereinkommen soll diese „Ökologisierung“ alle zwei Jahre der technischen Entwicklung angepasst werden. Durch die Einführung der Ökologisierung der Mauthöhen reduzierte sich laut Asfinag auf den Autobahnen die Zahl der „Stinker“ der Schadstoffklassen Euro 0 bis III von 60 auf 25 Prozent, gleichzeitig legten die besonders schadstoffarmen EEV und Euro VI-Lastwägen von praktisch null auf knapp 30 Prozent zu. Ab 1. Jänner 2014 dürfen EU-weit nur noch Euro VI-Lkw neu zugelassen werden.

Keine Erhöhung beim Querfinanzierungszuschlag A12 Inntalautobahn im Unterinntal

Lob gab es von den Frächtern dafür, dass es im kommenden Jahr zu keiner Erhöhung beim Querfinanzierungszuschlag A12 Inntalautobahn im Unterinntal kommen wird. Ein weiterer positiver Aspekt seien die zugesagten Förderungen Tirols zur Umrüstung auf schadstoffärmere Fahrzeuge, die für die nächsten fünf Jahre insgesamt 12,5 Mio. Euro betragen werden. „Diese Kompensationsmaßnahme muss Schule machen und beispielhaft für die anderen Bundesländer und den Bund sein“, so Klacska.

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