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Wer dieses Fahrzeug fährt, hat ein Imageproblem

Dieser Panzerwagen war einmal eine G-Klasse. 2.000 Kilogramm später handelt es sich um ein schusssicheres Fahrzeug, für das eine sechsstellig Summe investiert werden muss.

16.04.2015 Press Inform

Ja, der Alpha Phoenix wäre auch ein ideales Auto für die Zombie-Apokalypse, aber von Anfang an. Die Basis für diesen Nobel-Panzer ist die Langversion des Mercedes G 63 AMG. Viele werden zunächst die Stirn runzeln. Schließlich ist der rustikale Geländewagen gerade in der AMG-Version nicht gerade für seinen sänftenmäßigen Komfort bekannt. „Wir haben das Fahrwerk neu entwickelt, unter anderem auf der Nordschleife“, sagt der Alpha Armouring Chef Klaus Ackermann und fügt hinzu: „Der Alpha Phoenix ist komfortabler als der Mercedes G 63 AMG.“ Wankstabilisatoren und Karosserie-Verstrebungen helfen bei der Fahrdynamik, genauso wie der 5.5 Liter-V8-Biturbo-Motor mit 544 PS.

2.000 kg Gewichtszunahme für den rundum Schutz

Diese Verbesserungen sind auch nötig. Schließlich bringt die gepanzerte G-Klasse mächtige 4,5 Tonnen auf die Waage. Das sind 2.000 Kilogramm mehr, als der ursprüngliche AMG G63. Wo dieses Gewicht herkommt, spürt man spätestens dann, wenn man eine der mächtigen Türen mit Schwung zu schließen versucht. Bei den zentimeterdicken Burgtoren braucht man durchaus Muskelkraft. Doch der Blick verrät feine Details, die das kostbare Leben der Insassen schützen. Die Techniker der bayerischen Panzerungs-Firma haben den Türrahmen in Kleinarbeit so verbreitert, dass er eine Blockglasscheibe aufnehmen kann. Da das schussfeste Glas jetzt wie in einer Zange fixiert ist, hält es auch extreme Belastungen aus. Was damit gemeint ist, kann sich jeder vorstellen: Kugeln. „Die Panzerung hält den Projektilen aus Handfeuerwaffen und vielen Langfeuerwaffen, also Gewehren stand“, so Klaus Ackermann. Damit der Schutz auch komplett ist, überlappt die Panzerung, wenn die Tür geschlossen ist und der resistente Stahl ist so in die Tür und die Karosserie eingepasst, dass jeder Punkt geschützt ist.

Alpha-Phönix-(6)

1.000.000 Euro für die Sicherheit

Damit ist der wichtigste Punkt schon erledigt. Um eine dieser Türen herzustellen, benötigen die Techniker eine Woche. Insgesamt stecken im ersten Alpha Phoenix 8.000 Stunden Hand-Arbeit. Bei den darauffolgenden Modellen werden es immer noch 5.000 Stunden sein. Das Anpassen der Panzerung und der Innenraum-Elemente kostet Zeit und muss möglichst penibel ausgeführt sein, denn die verwöhnte Kundschaft ist anspruchsvoll. Schließlich wird der Alpha Phoenix mindestens eine Million Euro kosten – netto! Dafür bekommt der Käufer einiges geboten. Damit die Insassen im Fond trotz der Trennwand genug Platz haben, ist die gepanzerte Version 45 Zentimeter länger als die Langversion der G-Klasse. Das Extra-Stück Karosserie ziert ein leuchtendes Firmenlogo und eine von vier Kameras, die eine perfekte Rundumsicht garantieren. Schließlich ist das Trumm von einem Auto 5,12 Meter lang. Der extra engagierte Goldschmied passt die Teile so an, dass sie von außen kaum auffallen -ein angenehmer Nebeneffekt: Durch die Streckung wirkt die G-Klasse nicht ganz so hochbeinig. Das Dach hat übrigens keine Vinylverkleidung oder ist aus lackiertem Stahl, sondern ist mit Cabrioverdeck-Stoff überzogen. Der Luxus beginnt also schon beim Anblick des schwarz lackierten Gefährts.

Rollende Festung

Der Innenraum der Panzer-G-Klasse sorgt für Nobel-Wohnatmosphäre. Statt der ursprünglichen Sitzbank, können es sich die Passagiere in zwei Einzelsitzen bequem machen. Diese Commander Seats sind mit dem gleichen feinen gesteppten Leder überzogen, wie es auch bei den Bentley-Luxus-Limousinen verwendet wird und gewähren obendrein noch zwölf Zentimeter mehr Beinfreiheit. Der Zusatzplatz verwandelt sich in Extra-Fußraum. Das liegt auch am Sitz, der so angepasst wurde, um die Beinfreiheit zu maximieren. Das eher rustikale Interieur der G-Klasse ist nicht wiederzuerkennen. Leder und weiche Stoffe, wohin das Auge blickt. Dass auch die Türverkleidungen nicht mehr original sind, versteht sich von selbst. Wem selbst der Garchinger Luxus-Panzer nicht edel genug ist, dem wird bei Alpha Armouring geholfen.

Gegensprechanlage und Unterhaltungselektronik

Das Wohnzimmer ist vollgestopft mit Unterhaltungselektronik: Neben einen Apple-Mac-Mini-Computer, steht ein iPad und ein Internet-Router zur Verfügung. Wem das nicht reicht, der kann auf Knopfdruck ein 34-Zoll-Display nach oben fahren lassen. Neben DVDs oder Computeranzeigen können die Fond-Passagiere mittels einer Kamera den Blick auf die Umgebung genießen. Für einen passenden Sound sorgt eine High-End-Mosconi-Gladen-Anlage. Mit dem Fahrer wird mittels einer Gegensprechanlage kommuniziert. Der sitzt übrigens auch bequem, schließlich kommt es im Falle des Falles auf seine Lenkkünste an. Wer den Blickkontakt mit seinem Chauffeur sucht, kann die Trennwand per Knopfdruck komplett versenken.

Gelände und Gehsteige entern

Warum eine G-Klasse und keine herkömmliche Limousine? Die Antwort ist logisch und erschreckend zugleich: Durch die Bodenfreiheit des SUV ist der Schutz bei Minen besser, da die Wucht der Explosion sich seitlich verflüchtigen kann. Außerdem ist die Fluchtmöglichkeit mit einem geländetauglichen Fahrzeug besser, als mit einem Pkw: Gehsteige oder anderes Gelände sind für die G-Klasse mit dem bewährten Allradantrieb und den mechanischen Untersetzungen kein Problem. Doch auch Käufer in krisenfesten Regionen dürfen sich freuen. Wer nur den feinen Luxus genießen will, der kann auch eine ungepanzerte Version erwerben. Der Preis? 800.000 Euro. Netto, versteht sich.

Dank an press-inform

  • Quizzer11

    Hach….

    Leider entpuppen sich die sonst so kurzweilig zu lesenden Artikel der Autorevue immer wieder zu einem grammatikalischen Desaster.

    “ Schließlich wird der Alpha Phoenix mindestens eine Million Euro kosten – netto!“ …und in der Headline sind 1 Million also 6-stellig?

    „Wem das nicht reicht, der kann auf Kopfdruck ein 34-Zoll-Display…“
    WIe stark muss ich denn da mit dem Kopf drücken?

    Liebe Redakteure: Nehmt Euch Zeit für die Artikel ;)

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