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Alles in einem: Der neue Renault Espace

Der neue Renault Espace ist ein „Crossover“ und kann dementsprechend ziemlich viele Bedürfnisse erfüllen. Und er sieht auch viel besser aus als vorher.

05.04.2015 Press Inform

Ach, der gute alte Renault Espace. In der ersten Generation sah er so aus:

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© Bild: Renault

Endlich eine gründliche Überarbeitung!

Seither hat sich Renault um den Espace nicht mit vollem Herzblut gekümmert. Das letzte, sehr zaghaft ausgefallene Facelift stammt aus dem Sommer 2012, die vierte Generation des 1984 gestarteten Vans reicht gar bis 2003 zurück. Jetzt hat Renault den Espace in der fünften Generation gründlich überarbeitet. Von „Van“ ist dabei keine Rede mehr – denn im Automarkt spielen die einst als Familienfahrzeuge heiß gefragten Raumkreuzer kaum noch eine Rolle. Weitgehend verdrängt wurden sie von den SUV, deren Zulassungszahlen geradezu explodieren. Entsprechend müht sich Renault, den Espace marktkonform umzuwidmen. Der neue Espace läuft unter dem Lifestyle-Label „Crossover“. Er „vereint SUV, Van und Limousine“, um es in Renault Worten auszudrücken.

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© Bild: Renault

Viel Platz, und das per Knopfdruck

Entsprechend hat sich der Espace schon allein optisch gründlich geändert. Die kastenförmige Van-Architektur mit der schräg ansteigenden Front ist der bulligeren Optik eines großen SUV gewichen, mit deutlich abgesetzter Motorhaube, auf 160 mm erhöhter Bodenfreiheit und leicht coupéhaftem Dach. Mit 4,86 Meter ist er zwar in der Länge deutlich gewachsen, bietet aber dank geringerer Höhe deutlich weniger umbauten Raum. Und anders als die Vorgänger gibt es den neuen Espace nur noch in einer Karosserieform. Bei einem Radstand von 2.884 mm bietet der Innenraum immer noch reichlich Platz – für zwei Sitzreihen sowieso, aber auch auf den zwei zusätzlichen Sitzen in der dritten Reihe lässt es sich für Kinder halbwegs aushalten. Der Abstand von 308 mm zwischen der Rückseite der ersten und dem Beginn der zweiten Reihe bietet selbst großen Passagieren reichlich Kniefreiheit. Im Fünfsitzer reicht der Laderaum für 680 Liter Gepäck, klappt man die Rücksitze um, stehen 2.101 Liter zur Verfügung. Im allerersten Espace von 1984 war das noch deutlich mehr: 850 bis 3000 Liter. Das Umklappen der Sitze ist im neuen Espace denkbar einfach: Über ein Tastenfeld innen neben der Heckklappe lässt sich jeder Sitz einzeln per Knopfdruck umlegen, wahlweise geht das auch über das zentrale Display. Die Zuladung passt mit knapp 740 Kilogramm zum üppigen Raumangebot.

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© Bild: Renault

Wohlfühl-Ambiente im Innenraum

Die Sitze selbst sind bequem und haben fast schon Lounge-Charakter. Was ihnen fehlt, das ist ein bisschen mehr Seitenhalt und etwas mehr Sitzauflage – eine ausziehbare Verlängerung gibt es immerhin gegen Aufpreis. Das Ambiente im Innenraum ist auf Wohlfühlen getrimmt und fast schon luxuriös. Die Materialien wirken ebenso hochwertig wie die Verarbeitung.

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© Bild: Renault

Alles im Griff

Die bei den Automatikversionen teilweise frei schwebende Mittelkonsole ist ein Designstück für sich. Im Armaturenbrett endet sie in einer hochformatig ausgerichteten, iPad-großen Touchscreen, die als universale Befehlszentrale dient. Kaum etwas, was von dort nicht per einfacher Finger-Eingabe gesteuert werden kann: Vom Navi über die Soundanlage bis zur Neigung des Headup-Displays oder die Massagefunktion der Sitze und den Fahrmodus hat man von dort aus alles im Griff. Das hat den Vorteil, dass nahezu alles zentral konfigurierbar ist. Und den Nachteil, dass es erst einmal sehr gewöhnungsbedürftig ist, einiges an Lernaufwand erfordert und gelegentlich etwas umständlich ist und wenig intuitiv.

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© Bild: Renault

Einfache Schaltung

Um so einfacher und eleganter funktioniert das Doppelkupplungsgetriebe, beim Diesel mit sechs, beim Benziner mit sieben fein abgestimmten und kaum merkbar schaltenden Stufen. Den eleganten Hebel nach unten schieben: Vorwärts. Nach oben: Rückwärts. P-Taste drücken: Parken. So soll es sein.

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© Bild: Renault

Wie’s beliebt

Über ein kleines Auswahlfeld unterhalb des Schalthebels lassen sich noch einmal Fahrzeug-Grundeinstellungen per Knopfdruck anwählen: „Neutral“ für die Werkseinstellung, „Comfort“, „Sport“, „Eco“ und „Perso“. Einstellbar ist nicht nur das reine Fahrverhalten: „Sport“ sorgt für ein schnelleres Ansprechverhalten des Gaspedals, straffere Federung, direktere Lenkung, höhere Drehzahlen beim Ausfahren der Gangstufen oder einen kernigeren (elektronisch generierten) Sound im Benziner, „Comfort“ dagegen für eine eher weiche Federung, eine weniger direkte Lenkung oder entspanntere Gangwechsel – ein bequemer Gleiter für lange Touren. Definiert werden können über die Fahreinstellungen auch Faktoren wie die Farbe der Ambiente-Beleuchtung und der Armaturen (Rot bei „Sport“, grün bei „Eco“), die Leistung der Klimaautomatik oder die Massagefunktion der Sitze.

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© Bild: Renault

Diesel oder Benziner?

Zwei Motoren mit drei Leistungsstufen bietet Renault für den Espace: Den 1,6-Liter-Diesel gibt es mit 96/130 PS und mit 118/160 PS, den Benziner mit 147 kW/200 PS. Serienmäßig mit Automatik sind allerdings nur die beiden stärkeren Espace unterwegs. Die bessere Wahl? Der 160-PS-Diesel. Der bringt zwar 40 PS weniger an die Vorderräder – liefert subjektiv mit seinem maximalen Drehmoment von 380 Nm aber den ausgewogeneren Fahrspaß. Und das aus niedrigerer Drehzahl heraus als der Benziner mit 260 Nm. Der Unterschied bei den realen Fahrwerten (Diesel von 0 auf 100 km/h in 9,9 Sekunden und 202 km/h Spitze, Benziner 8,6 Sekunden und 211 km/h Höchstgeschwindigkeit) ist im Alltag kaum erfahrbar (erFAHRbar, ha, ha!). Der DIN-Verbrauch ist jeweils moderat: Der Diesel braucht auf 100 Kilometer offiziell 4,7 Liter, der Benziner 6,2 Liter – immerhin wollen rund 1,7 Tonnen Auto bewegt werden. Beide Motoren arbeiten kultiviert und leise und halten sich so akustisch eher im Hintergrund – die Bose-Soundanlage mit zwölf im Innenraum verteilten Lautsprechern ist also keineswegs herausgeschmissenes Geld.

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© Bild: Renault

Ideales Reiseschiff

Ideal geeignet ist der neue Espace als Reise-Gleiter. Komfortabel, schnell, aufrüstbar mit Assistenzsystemen wie zum Beispiel einem adaptiven Tempomaten, der auf der Autobahn den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug automatisch einhält, mit Verkehrszeichenerkennung, Park- oder Fernlichtassistent, dazu trotz der Größe einfach und agil zu fahren dank einer dynamischen Allradlenkung und dem adaptiven Fahrwerk.

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© Bild: Renault

  • MMM

    Habe ihn schon auf dem Linzer Autofrühling gesehen. War das meistbesuchte Auto. Super fein und sehr schick aber ohne Vorsteuerabzug wird der neue Espace eine Randerscheinung bleiben. Sehr schade.

    • Markus

      Ahja stimmt. Angestellte fahren so einen Wagen nicht. Nur Selbstständige und Unternehmer… Na dann – blöd für Renault.

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