Opel Zafira Exterieur Dynamisch Front
Opel zeigt sich flexibel.
 

Alles ganz Flex

Erste Bilder vom neuen Zafira Tourer, dem König der Flexibilität.

23.05.2011 radical mag

Hätten wir die Zeit für solches, dann würden wir ja gerne zählen, wie oft das Wort „Flex“, in welcher Abwandlung auch immer, im Infotext zum neuen Opel Zafira vorkommt. Alles ist „Flex“ im neuen Zafira, der an der IAA in Frankfurt (15. bis 25. September) seine Weltpremiere feiern wird, und von dem wir hier erste Bilder zeigen dürfen. Es gibt das Flex7-Sitzkonzept, ein flexibles Kabinenlayout, die FlexConsole (übrigens eine Weiterentwicklung der FlexRail-Mittelkonsole aus dem Meriva), das FlexFix-Fahrrad-Trägersystem, FlexRide (da geht es um das Fahrwerk), und die ecoFlex-Motorisierung, die aber erst später kommen wird. Und nicht vergessen wollen wir die Premium-Flexibilität (was immer wir uns darunter auch vorstellen wollen) und daraus abgeleitet die Flexibilitäts-Ikone, die der neue Zafira gemäß Opel ja schon ist. Und sicher bleiben wird, so „Flex“, wie er ist.

Doch wir sind auch ganz flexibel und haben auch noch ein paar interessante Informationen gefunden. Der Zafira heißt nun, nach 2,2 Millionen verkauften Exemplaren seit 1999, nicht mehr einfach Zafira, sondern Zafira Tourer. Das wird damit zusammenhängen, dass es neu und gegen Aufpreis auch ein „Lounge-Sitzsystem“ geben wird, mit dem die Platzverhältnisse in der zweiten Reihe so toll sein sollen wie in einer Limousine.

Der mittlere Sitz dient dann als Armlehne. Die beiden äußeren Sitze lassen sich um 50 Millimeter nach innen sowie um bis zu 280 Millimeter nach hinten oder vorne verschieben. Die Sitze in der dritten Reihe lassen sich weiterhin komplett im Kofferraumboden versenken. Der Zafira Tourer bleibt also ein Siebensitzer, die zweite Reihe besteht auch in der Standardkonfiguration aus drei Einzelsitzen. 65 Liter mehr Kofferraumvolumen als bisher gibt es (neu: 710 Liter), und bei eingeklappten Sitzen sind es bis zu 1860 Liter (vorher: 1820 Liter).

Opel Zafira Grafik Sitzkonzept

Pfeil-Optik nennt Opel das neue Design, das an einen Hochgeschwindigkeitszug erinnern soll. Wir finden: Der Tourer sieht doch ganz adrett aus. Uns gefällt, unter anderem, das riesige Panoramafenster vorne, doch das kostet auch Aufpreis. Wir fragen uns: Warum hat er denn kein innovativeres Türsystem? Es muss ja nicht gerade sein wie beim Meriva, sich selber kopieren wollten die Opel-Designer wahrscheinlich nicht.

Am Fahrwerk haben die Ingenieure heftig Hand angelegt. Die vordere Aufhängung stammt aus dem Insignia, die hintere, mit einer Verbundlenker-Achse und Watt-Gestänge, aus dem Astra. Auf Wunsch gibt es FlexRide, ein mechatronisches Fahrwerk mit adaptiver Chassiskontrolle. Dies dürfte im Segment der kompakten Vans tatsächlich einzigartig sein.

Natürlich gibt es wieder haufenweise Assi-Systeme, deren Aufzählung den Rahmen unserer Berichterstattung sprengen würde. Unter der Haube arbeitet Bewährtes: ein Turbodiesel mit 2 Liter Hubraum und 110, 130 oder 165 PS, dazu ein Turbobenziner mit 1,4 Liter Hubraum und 120 oder 140 Pferden. Geschaltet wird manuell oder automatisch über sechs Gänge, und ganz neu ist für beide Antriebe das Stopp/Start-System. Endlich.

Später kommt dann noch, wie erwähnt, ein ecoFlex-Modell, eine Erdgas-Variante sowie weitere Triebwerke „am oberen Ende der Leistungsskala“, wie Opel das so schön ausdrückt, und das erst noch inklusive einer völlig neuen Generation von Hightech-Benzinern. Die dann sicher auch irgendein „Flex“ in Namen tragen werden
.
Was auch interessant ist: Der bisherige Zafira wird weiterhin gebaut, zusammen mit dem Zafira Tourer im Werk Bochum. Das könnte bedeuten, dass wir uns auf eine saftige Preiserhöhung gefasst machen müssen beim neuen Zafira Tourer.

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