Ein später 33 Stradale, schon mit den kleinen Scheinwerfern und den großen seitlichen Luftauslässen.
 

Ein Alfa Romeo 33 Stradale steht zum Verkauf

Aficionados mit Geschmack (und Geld) haben jetzt die Chance, ein Juwel aus der Geschichte von Alfa Romeo zu erwerben.

07.12.2013 Online Redaktion

All jene, die noch ein klasses Weihnachtsgeschenk für sich selbst oder einen besonders lieben Freund suchen, dürfen sich freuen: In Genf steht gerade ein Alfa Romeo 33 Stradale zum Verkauf.

Einer der Schönsten.

Dieser Alfa, der oft und gerne zu den schönsten Autos überhaupt gezählt wird, trat 1967 als Straßenversion der Tipo-33-Rennwagen ins Licht der Öffentlichkeit. Die hochkarätige Technik blieb zwar relativ unangetastet, aber nicht ganz frei von Zugeständnissen. So wurde der Aluminiumrahmen zur Steifigkeitsgewinnung mit Stahlelementen verstärkt, der Radstand zur Raumgewinnung verlängert und das Interieur zur Gewinnung von Komfort mit feschen Materialien ausgeschlagen. Die Aluhülle darüber schmiegt sich eng an die Mechanik und ist von zeitloser Grazie. Angetrieben wird das trocken 700kg schwere Ganze von einem Zweiliter-V8 aus der Feder des großen Giuseppe Busso. Jener Busso ist vor allem für den grandiosen V6 berühmt, der von 1979 bis 2007 für Mehrwert im Alfa-Portfolio gesorgt hat.

Der kleine V8-Mittelmotor und seine Peripherie waren jedenfalls voll technischer Raffinesse: Aluminiumblock, vier obenliegende  Nockenwellen, Doppelzündung, auch bei 10.000 Umdrehungen noch glückliche (sechzehn) Ventile, mechanische Einspritzung, Sechsganggetriebe (vielleicht das erste abseits der Rennstrecken), Magnesiumfelgen, 260km/h Höchstgeschwindigkeit.

Cutaways sind das Beste!

//// Entblättert.

Der 33 Stradale wurde von Alfas Sportdivision Autodelta (Carlo Chiti!) Seite an Seite mit den Rennwagen entwickelt und gefertigt, was zu einem exorbitanten Verkaufspreis geführt hat. Um die fast zehn Millionen Lire, die Alfa seinerzeit für einen Stradale aufrief, bekam man eineinhalb Ferrari oder zwei Jaguar. Der Preis sorgte für verhaltene Nachfrage und eine Stückzahl irgendwo zwischen zwölf und achtzehn. Die Handarbeit machte aus jedem dieser zwölf bis achtzehn ein Unikat.

In 45 Jahren um die Welt.

Der nun angebotene 33 Stradale ist Baujahr 1968 und hat schon eine veritable Weltreise hinter sich. Nach 16 italienischen Jahren ist er nach Japan verkauft worden und blieb ebendort, bis es ihn 1990 in den Orient verschlagen hat. 2004 ist dann ein amerikanischer Sammler auf den Plan getreten und hat den seltenen Mailänder gekauft, restaurieren lassen und in Pebble Beach zum Kontest gemeldet. Den Juroren hat der Wagen wohl gefallen, denn sie haben ihn damals zum Besten seiner Klasse erklärt.

//// Immerhin Best in Class beim Concours d'Elegance in Pebble Beach 2004

//// Immerhin Best in Class beim Concours d’Elegance in Pebble Beach 2004

Jetzt wohnt der Alfa in der Schweiz, könnte aber im Austausch gegen eine recht siebenstellige Summe in die beheizte Garage unter Ihrem Wintergarten ziehen. Mit Kontaktdaten können wir leider nicht dienen, aber die finanziell fähigen unter Ihnen werden sicherlich wissen, wo man nachfragen muss.

Das Video zeigt die Rennversion, dank quasi gleicher Motoren sollte der Spruch aber weitgehend dem des Stradale entsprechen.

Mehr zum Thema
pixel