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Akkustophob

Kleine Zwischenbemerkungen – Der Toyota Auris Hybrid im Dauertest bei Kilometer 10.000

25.03.2011 Autorevue Magazin

Wir kennen das Hybridsystem so weit ja schon vom Prius her. Grundsätzlich ist die Funktionsweise in Ordnung. Man kann allerdings durch eine nervöse Fahrweise die kleinen Schwachpunkte der CVT-Automatik ins Elefantöse steigern. Wer ständig am Gaspedal pumpt, versaut sich die Atmosphäre mit heulendem Lärm ganz gründlich.

Bei vernünftigem Benehmen innerhalb der Tempolimits, also nicht über Tacho-140, lässt sich der Auris Hybrid aber ganz fein ohne Beanstandung bewegen. Seine großen Vorteile liegen naturgemäß dort, wo das Autofahren ohnehin nicht sehr lustig ist, also Stopp-and-Go in der Stadt. Aber auch auf der Autobahn ist er erstaunlich sparsam, obwohl ja dort der Hybridantrieb seine Talente nicht so ausleben kann. Das spricht für die Cleverness des doch sehr aufwendigen Antriebskonzepts.

Knapp über sieben Liter Benzin je 100 Kilometer im wahren Leben ist jenseits aller Normverbrauchstrickserei ein guter Wert. Dass der Bordcomputer dabei beschönigend nur 6,6 Schnitt anzeigt, sei aber auch erwähnt. Einziger Punkt, wo der Hybridantrieb definitiv keine gute Figur macht, sind Bergstraßen, womöglich noch vollbesetzt mit Gepäck. Hier lässt sich das nervige Motorengeheule nicht vermeiden, wenn man gewohnt flott vorwärts kommen will.

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  • Lieber Madmarc, es bewegt sich was – und zwar nach unten. Siehe hier: http://www.autorevue.at/motorblog/love-comes-tumbling.html

    Das Problem ist, dass sich die Fahrer bei unserem Auris permanent abwechseln und es dauert immer ein Weilchen, bis man sich wieder an das System gewöhnt hat. Aber danke für das Workshop-Angebot, bei Bedarf kommen wir auf dich zurück!

  • Liebes Autorevue Team,

    7L auf 100km, da müßt ihr etwas falsch machen. Vollgasetappen auf der Autobahn erzeugen diesen Verbrauch.

    Unter 5L ist bei normaler Fahrweise und wenn man weiß wie ein Hybridauto zu bedienen ist locker schaffbar.

    Wenn interesse besteht, kann ich euch und euren Redakteuren mal einen Spritsparkurs im Hybridfahren geben.

    Mein Durchschnittsverbrauch 4,5L, bei fast nur Stadtverkehr und viel Kurzstrecken.

  • harti

    Mir gefällt der Hybrid als Auris. Weil er so leise und entspannt zu fahren ist. Weil man damit elektrisch fahren kann (gewusst wie auch bis 70km/h). Vielleicht aber auch weil so viele versuchen ihn krampfhaft nicht zu mögen. Knapp 30.000 Euro? Versucht das doch mal im Konfigurator. Über 7l Verbrauch? Vielleicht bei ständig wechselnden Fahrern mit hohem Autobahnanteil? Der Durchschnitt von über 60 Fahrzeugen auf spritmonitor.de ist da für mich praxisrelevanter. Und auch im Vergleich zu Kompaktdieseln mit Automatik deutlich besser. Aber auch Österreich wird eines Tages so weit sein, dass Hybrid toll ist: Nämlich dann, wenn Mama VW soweit ist, wettbewerbsfähige Hybride anbieten zu können. Die zwei Touareg Hybrid Zulassungen im Vorjahr (vielleicht 1x Presse, 1x Piech? :-)) deuten ja noch nicht an, dass es 2011 "schon" so weit ist…

  • Jono Constantini

    Knapp über sieben Liter sind im echten Leben aber nicht wenig für einen Kompakten mit wenig Kofferraum, wenig Fahrvergnügen und einem Preiszettel, der an die 30.000 Euro anklopft! Auch wenn's ein Benziner ist.

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