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AeroMobil stürzte bei Testflug ab

Der Testpilot blieb unverletzt, das AeroMobil nicht – „unerwartete Situationen sind ein natürlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses“

11.05.2015 Online Redaktion

Schenkt man den Erfindern des AeroMobils Glauben, wird ihr fliegendes Auto bereits 2017 auf den Markt kommen. Mit dieser optimistischen Einschätzung ließ AeroMobil-CEO Juraj Vaculik vor einigen Wochen aufhorchen. Am vergangenen Wochenende sorgte das Flug-Auto aus der Slowakei erneut für Schlagzeilen: Stefan Klein, einer der Firmengründer von AeroMobil, war am Freitag bei einem Testflug mit dem Prototyp 3.0 abgestürzt.

Fotos zeigen schwer beschädigtes AeroMobil

Der Unfall ereignete sich in der Nähe des slowakischen Flughafens Nitra Janíkovce, wo das AeroMobil seit Jahren getestet wird. Zeugenaussagen zufolge kam der Prototyp während des Flugbetriebs ins Schleudern, bevor der Fallschirm aufging. Stefan Klein überstand den Absturz unbeschadet – vom AeroMobil kann man das allerdings nicht behaupten. Eine slowakische Zeitung veröffentlichte Fotos von der Unfallstelle, die die Schäden an dem verunglückten Fahr- / Flugzeug zeigen. Obwohl die Bilder weniger nach einem harmlosen Zwischenfall als nach einem Totalschaden aussehen, bemüht man sich bei AeroMobil zu betonen, dass „unerwartete Situationen“ zum Entwicklungsprozess gehören und somit nicht weiter beunruhigend sind. In einer Presseaussendung schildert das Unternehmen den Absturz:

„Rettungssystem hat einwandfrei funktioniert“

„Stefan Klein wurde mit einer unerwarteten Situation konfrontiert und aktivierte das Gesamtrettungssystem in einer Höhe von etwa 300 Metern. Das System bewies seine Effektivität und landete das gesamte Fahrzeug, ohne dass der Pilot verletzt wurde. Wir werden die Daten und Erfahrungen aus diesem Testflug gründlich analysieren und die Ergebnisse in die Weiterentwicklung des Prototypen einfließen lassen. Die Tests werden fortgeführt, sobald die beschädigten Teile ausgewechselt wurden.

„Unerwartete Situationen sind ein natürlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses“

Es ist ein natürlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses, dass unerwartete Situationen eintreten können. Wir befinden uns gerade in einer Lernphase, die es uns erlaubt, unser System immer weiter zu verbessern. Es ist notwendig, den Prototypen auf alle möglichen Arten zu testen, um seine Grenzen auszuloten und zu erweitern.“

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