© Bild: Armin Weigel / EPA / picturedesk.com
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ADAC-Skandal: Prüfung des Vereinsstatus kann Monate dauern

Die Überprüfung am Amtsgericht München „kann und wird noch einige Monate dauern“

24.05.2014 APA

Nach dem Skandal um Wahlbetrug bei der Wahl zum ADAC-Autopreis „Gelber Engel“ wird die Frage nach seinem Vereinsstatus für den Allgemeinen Deutsche Automobil-Club zur Geduldsprobe. Die Überprüfung am Amtsgericht München laufe noch, sagte Gerichtspräsident Gerhard Zierl. „Das kann und wird noch einige Monate dauern.“ Anfangs war das Gericht von wenigen Wochen ausgegangen.

Vereinsstatus wird seit Jänner geprüft

Eine einzige Rechtspflegerin prüft seit Jänner, ob der Club trotz seiner Milliardenumsätze und seiner wirtschaftlichen Aktivitäten eingetragener Verein bleiben kann. Der Wirbel um gefälschte Zahlen beim Autopreis „Lieblingsauto der Deutschen“ und Berichte über Vetternwirtschaft hatten das Image des traditionsreichen Autofahrerclubs angekratzt und auch eine Debatte über seinen Vereinsstatus ins Rollen gebracht. Beim Amtsgericht ging ein Antrag auf Prüfung ein. Gegen eine negative Entscheidung des Amtsgerichts könnte der ADAC gegebenenfalls Beschwerde beim Oberlandesgericht München einlegen.

Mangel an Grundsatzurteilen

Derartige Verfahren seien höchst selten, es fehle zudem an Grundsatzurteilen, sagte Zierl. Am Registergericht in München sind 21.746 Vereine registriert. Der ADAC – mit knapp 19 Millionen Mitgliedern und 8.600 Beschäftigten größter deutscher Verein – hat die Nummer 304.

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