Oliver Schmerold
Laut Oliver Schmerold ist der ÖAMTC von den Manipulationen nicht betroffen.
 

ADAC-Manipulationen: ÖAMTC nicht betroffen

Der „Einzelfall“ werde keine Auswirkungen auf die Zusammenarbeit zum Schwesterclub ADAC haben, so der Verbandsdirektor des ÖAMTC Oliver Schmerold.

20.01.2014 APA

Oliver Schmerlod (Verbandsdirektor des ÖAMTC) bezeichnet die Manipulationen um den deutschen Autopreises als „ärgerliche Malversation“. Der „Einzelfall“ werde jedoch keine Auswirkungen auf die Zusammenarbeit zum Schwesterclub ADAC haben. Der ÖAMTC vergibt 2014 zum zweiten Mal den Autopreis „Marcus“, dem ein transparentes Wahlverfahren zugrunde liegt.

ÖATMC und Österreich nicht von den Manipulationen betroffen

Die Autopreis-Affäre betrifft nur die ADAC-Aktivitäten in Deutschland, kommentierte Schmerold. ADAC-Ex-Kommunikationschef Michael Ramstetter soll die Teilnehmerzahlen zur „Lieblingsauto der Deutschen“-Umfrage über Jahre hinweg nach oben geschönt haben. Die „Süddeutschen Zeitung“ berichtete davon, dass etwa statt 290.000 kolportierter abgebener Stimmen nur rund 76.000 tatsächlich abgegeben wurden. Geschäftsführer beim ADAC ist seit Juli 2012 der gebürtige Oberösterreicher Karl Obermair, der von 1991 bis 2002 als Geschäftsführer der ÖAMTC-Akademie und in der Folge als Mitglied der Geschäftsleitung des ÖAMTC tätig war.

„Marcus“ frei von Manipulationen

„Überraschend niedrig“ nannte Schmerold die kolportieren Abstimmungszahlen. Das ÖAMTC-Pendant konnte bei seiner Premiere 38.496 Teilnehmer zählen, die in sieben Kategorien abstimmen konnten. Manipulationen etwa durch mehrfaches Stimmen seien nicht möglich, da nur ÖAMTC-Mitglieder wählen dürfen und dies unter Angabe ihrer Mitgliedsnummer. Der „Marcus“, der am 14. März 2014 zum zweiten Mal vergeben wird, hat pro Kategorie noch den zweiten Preis der Wirtschaftlichkeit, einer Benchmark, die per Datenbanken erstellt wird, so der Verbandsdirektor. Der ÖAMTC zählt laut eigenen Angaben über 1,9 Millionen Club-Mitglieder, der deutsche Autofahrerclub ADAC über 18 Millionen.

Kein Kommentar vom ARBÖ

Keinen Kommentar zum deutschen ADAC-Skandal möchte der ARBÖ abgeben, da man grundsätzlich Vorkommnisse anderer Organisation nicht kommentiere. Jedoch betonte man am Montag, dass es beim eigenen „Großen Österreichischen Automobil-Preis“ eine korrekte Abwicklung gäbe. „Eine notarielle Überprüfung wäre für uns kein Problem“, so ARBÖ-Sprecher Kurt Sabatnig gegenüber der APA.

ARBÖ-Automobilpreis

Die Bewertung des ARBÖ-Automobilpreis in drei Preiskategorien erfolgt durch eine 50 köpfige Jury aus Fachleuten und Prominenten sowie den Lesern der „Freie Fahrt“, dem Klubjournal des ARBÖ. In dem Magazin finden die Mitglieder demnach die Stimmzettel für die Wahl. Die Gewichtung bei der Bewertung beider Stimmparteien würde etwa 50 zu 50 ausmachen. Sabatnig betonte, dass zwischen dem „Großen Österreichischen Automobil-Preis“ und den Pkw-Tests im Klubjournal kein Zusammenhang besteht.

Keine Veröffentlichung der Anzahl der Wahlteilnehmer

Die Zahlen der Wahlteilnehmer würden nicht veröffentlicht werden. „Durch die Teilnahme hunderttausender Freie Fahrt-Leser entstehen somit Resultate auf breitester Basis“, heißt es auf dem Onlineportal „Freie Fahrt“. Der Preis wird seit 1984 vergeben.

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  • ulikukuruz

    hunderttausende freie-fahrt-leser, whooppie! wo kommen die alle her, hat der arbö doch nur 400.000mitgkieder?

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