ADAC Karl Obermair
Der ADAC muss sich bei vielen entschuldigen.
 

ADAC: Offizielle Entschuldigung an Betroffene

Die Zukunft des Autopreises „Gelber Engel“ ist noch offen, der ADAC ist derzeit um sein Image bemüht und entschuldigt sich bei Autoherstellern.

23.01.2014 APA

Der ADAC kämpft wegen der gefälschten Zahlen beim Autopreis „Gelber Engel“ um sein Image und will sich nun offiziell bei den Autoherstellern und Zulieferern entschuldigen. Das werde auf allen Ebenen geschehen – im persönlichen Gespräch, telefonisch und auch schriftlich, sagte ein Sprecher des Autoclubs am Mittwochabend der Nachrichtenagentur dpa in München. Mittlerweile muss der ADAC um seinen Vereinsstatus bangen.

Abstimmung war gefälscht

„Auf höchster Ebene“ werde es einen offiziellen Brief geben. Bei einigen Herstellern habe der Club sich bereits entschuldigt. Beim Preis „Lieblingsauto der Deutschen“ hatte ADAC-Kommunikationschef Michael Ramstetter die Zahlen nach oben frisiert, er übernahm die Verantwortung und legte sein Amt nieder.

Zukunft des Preises noch offen

Unklar ist weiter die Zukunft des Autopreises. ADAC-Präsident Peter Meyer hatte der Branchen- und Wirtschaftszeitung „Automobilwoche“ gesagt, der Preis „Gelber Engel“ habe „sicherlich“ keine Zukunft. „Das war ein Totalschaden“, sagte er dem Blatt. „Wir denken im Moment überhaupt nicht darüber nach, ob wir so etwas Ähnliches wieder machen wollen.“

Allerheiligen-Hofkirche nicht mehr als Veranstaltungsort

Ein ADAC-Sprecher in München hatte am Mittwochabend jedoch betont, es sei noch nicht entschieden, ob und in welcher Form es den Preis in Zukunft noch geben werde. Allerdings werde es die aufwendige Preisverleihung in der Allerheiligen-Hofkirche in der Münchner Residenz künftig definitiv nicht mehr geben.

Volkswagen distanziert sich vorübergehend vom Autopreis

Der Autobauer VW hatte schon am vergangenen Dienstag erklärt, vorerst auf Werbung mit dem Autopreis „Gelber Engel“ zu verzichten. Voraussetzung für weitere Entscheidungen sei eine lückenlose Aufklärung durch den ADAC, anhand dieser Ergebnisse werde entschieden, wie man weiter mit dem Preis umgehe. Sollten Autohersteller entscheiden, „Gelbe Engel“ zurückzugeben, wäre dies ein weiterer Imageschaden für den Autoclub.

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