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ADAC-Geschäftsführer Karl Obermair soll durch Marion Ebentheuer ersetzt werden.
 

ADAC-Geschäftsführer Obermair vor Beendigung seiner Tätigkeit

Der ADAC verhandelt mit Karl Obermair über eine einvernehmliche Beendigung seiner Tätigkeit – mit Marion Ebentheuer kommt erstmals eine Frau in die Geschäftsführung des Clubs

25.02.2014 APA

Nachdem ADAC-Präsident Peter Meyer mit seinem Rücktritt einer Kündigung zuvorgekommen ist, will sich der Club nun auch seines umstrittenen Geschäftsführers Karl Obermair entledigen. Verhandlungen über eine einvernehmliche Beendigung von Obermairs Tätigkeit seien bereits im Gange, sagte der kommissarische ADAC-Präsident August Markl am Dienstag in München. Mit Marion Ebentheuer soll mit 1. März erstmals eine Frau in die Geschäftsführung des ADAC aufrücken. Vom Mitglied der Geschäftsführung Stefan Weßling und Kommunikationschef Michael Ramstetter hat sich der ADAC bereits getrennt. 

Alle Tests und Statistiken sollen geprüft werden

Im Zuge der ADAC-Reform kämen zudem sämtliche Tests und Statistiken auf den Prüfstand, kündigte Markl an. Nach dem Skandal um wiederholte Manipulationen beim Autopreis „Gelber Engel“ will der ADAC mit diesen Schritten das Vertrauen seiner mehr als 18 Millionen Mitglieder zurückzugewinnen. Obermair hatte die Fälschungen beim ADAC-Autopreis anfangs bestritten. Im Zuge der Affäre waren auch andere Ungereimtheiten beim ADAC publik geworden.

ADAC bereitet arbeits- und zivilrechtliche Schritte gegen Kommunikationschef Ramstetter vor

Externen Prüfern zufolge beschränken sich die nachgewiesenen Manipulationen auf die Wahl zum „Lieblingsauto der Deutschen“. Die Korrektur der Teilnehmer nach oben und die Veränderungen in der Reihenfolge rechnet ihr Bericht maßgeblich dem abgetretenen ADAC-Kommunikationschef Michael Ramstetter zu, gegen den der Club arbeits- und zivilrechtliche Schritte vorbereitet. Allerdings war den Prüfern zufolge versucht worden, das Ergebnis in der Kategorie „Reiselimousine“ in diesem Jahr zu verändern. Statt eines BMW sollte auf Wunsch Ramstetters ein Mercedes vom zweiten auf den ersten Platz rutschen. Dieser Versuch der Manipulation sei aber von der Abteilung „Test & Technik“ zurückgewiesen worden.

Manipulationen nur beim „Lieblingsauo der Deutschen“ nachweisbar

Fälschungen in den restlichen neun Kategorien der Preisverleihung „Gelber Engel“ in den vergangenen zehn Jahren hätten nicht nachgewiesen werden können, sagte Deloitte-Prüfer Frank Marzluf. Sie basierten vorwiegend auf technischen Erwägungen oder Statistiken. Die Deloitte-Untersuchung kritisiert allerdings, dass manche Bewertungskriterien für einzelne Kategorien im Laufe der vergangenen zehn Jahre mehrfach verändert wurden. „Das mag zwar gute Gründe gehabt haben, Transparenz und Konsistenz waren dadurch aber nicht immer gegeben. Zumal interne Entscheidungen nicht immer schriftlich festgehalten wurden und insbesondere Daten aus den Vorjahren nicht mehr vollständig vorhanden waren“, erläuterte Marzluf.

Obermair laut Prüfbericht nicht an Manipulationen beteiligt

Markl betonte, „dass Herr Dr. Obermair nach dem heute vorgestellten Abschlussbericht der Wirtschaftsprüfer in keiner Weise mit den Manipulationen um die Auszeichnung „Gelber Engel“ zu tun hatte“. Er bedanke sich bei ihm „für den großen Einsatz für den ADAC, besonders auch für den in Gang gesetzten Reformprozess“, fügte Markl hinzu.

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